Checkliste

Manche Anleger müssen ihre Kapitaleinkünfte weiterhin in der Steuererklärung angeben. Viele andere sollten es freiwillig tun, um Steuern zu sparen:

  • Niedriges Einkommen: Über die Steuererklärung können Sie Abgeltungsteuer zurückholen, wenn Ihr Steuersatz unter 25 Prozent liegt. Das ist der Fall, wenn Ihr zu versteuerndes Einkommen etwa bei 15 000/30 000 Euro (Alleinstehende/Ehepaare) liegt.
  • Rentner: Wenn Sie Anspruch auf den Altersentlastungsbetrag haben, kann es sich auch bei einem höheren Einkommen für Sie lohnen, Ihre Kapitaleinkünfte in der Jahresabrechnung einzutragen (siehe „Abgeltungsteuer für Rentner“).
  • Freistellungsaufträge: Haben Sie Ihrer Bank keinen ausreichend hohen Freistellungsauftrag erteilt, lohnt es sich, die Kapitaleinkünfte bei dem Finanzamt abzurechnen.
  • Verluste: Haben Sie künftig Depots bei mehreren Banken, können Sie in der Steuererklärung Verluste bei einer Bank mit Gewinnen bei einer anderen verrechnen. Sie müssen die Verluste nicht ins nächste Jahr vortragen. Über die Jahresabrechnung können Sie zudem Verluste aus der Zeit vor 2009 noch bis 2013 mit Kursgewinnen aus Wertpapierverkäufen oder privaten Veräußerungsgeschäften verrechnen.
  • Depotwechsel: Anleger, die mit ihrem Wertpapierdepot die Bank wechseln, müssen aufpassen: Kennt die neue Bank den ursprünglichen Kaufpreis nicht und kann bei Verkauf der Papiere den Gewinn nicht ermitteln, setzt sie 30 Prozent des Verkaufspreises an und überweist für diesen hohen Wert die Steuern. Ohne Steuererklärung wäre das zu viel gezahlte Geld weg.
  • Kapitallebensversicherungen: Wenn Sie eine Police vorzeitig kündigen oder verkaufen, fällt für die Erträge womöglich Abgeltungsteuer an, die Sie über die Steuererklärung abrechnen müssen. Das gilt zum Beispiel für einen vor 2005 geschlossenen Vertrag, den Sie vor Ablauf einer zwölfjährigen Laufzeit kündigen.
  • Ausland. Zinsen, die Sie zum Beispiel mit einem Tagesgeldkonto bei einer ausländischen Bank erzielen, müssen Sie in der Steuererklärung angeben.

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