Unser Rat

Steuererklärung. Wenn Sie Kapitalerträge aus Wertpapieren in der Steuererklärung abrechnen müssen oder wollen, heißt das nicht automatisch, dass Sie alle Geldanlagen in die Formulare eintragen müssen. Nur unter bestimmten Voraussetzungen verlangt das Finanzamt, dass Sie alle Kapitalerträge abrechnen: Zum Beispiel wenn Sie sich Abgeltungsteuer zurückholen wollen, weil Ihr Steuersatz unter 25 Prozent liegt. Was jetzt für den Solidaritätszuschlag wichtig ist, steht in der Meldung Steuerbescheid.

Kirchensteuer. Sind Sie kirchensteuerpflichtig, müssen Sie sich womöglich noch selbst um die Abrechnung mit dem Finanzamt kümmern. Das gilt zum Beispiel für Erträge aus thesaurierenden Investmentfonds, denn die Depotbank kann für diese Erträge die Kirchensteuer nicht abführen. Auch die Fondsgesellschaft macht das nicht. Mehr zu den Steuerformularen und Hinweise, was Sie eintragen müssen, finden Sie im dritten Teil unserer Serie in der nächsten Ausgabe von Finanztest.

Verluste. Altverluste aus Wertpapieren, die Sie noch aus der Zeit vor Einführung der Abgeltungsteuer haben, sind nicht wertlos geworden: Sie dürfen diese Verluste weiterhin verrechnen, übergangsweise auch mit Gewinnen aus Kapitalvermögen. Nutzen Sie Verrechnungsmöglichkeiten, sobald sie sich bieten. Ab 2014 dürfen Sie Altverluste nur noch mit Gewinnen aus privaten Veräußerungsgeschäften ausgleichen, zum Beispiel aus dem Immobilienverkauf.

Buch. Den neuen Steuerratgeber für Anleger der Stiftung Warentest bekommen Sie für 12,90 Euro auch im Buchhandel oder unter Tel. 0 180 5/00 24 67 (14 Cent/Min.).

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