Abgas­affäre bei VW Meldung

Das Land­gericht Braun­schweig veröffent­licht in Kürze zehn Anträge auf ein Muster­verfahren von VW-Aktionären im elektronischen Bundesanzeiger. Sie verlangen Schaden­ersatz wegen verspäteter Informationen zu Abgasmanipulationen, die Mitte September 2015 bekannt wurden.

Im Muster­verfahren klärt ein Musterkläger Sach- und Rechts­fragen für alle Aktionäre, die sich dazu angemeldet oder selbst Klage einge­reicht haben. Diesen Musterkläger bestimmt das Ober­landes­gericht (OLG) Braun­schweig in einem Eröff­nungs­beschluss. Erst danach können sich Anleger zum Muster­verfahren anmelden und damit die Verjährung ihrer Ansprüche hemmen.

Wann diese verjähren, ist umstritten. Einige Juristen gehen von Mitte September 2016 aus, andere rechnen erst in mehr als zwei Jahren mit der Verjährung.

Wer das Verjährungs­risiko ausschließen will, muss vor dem 19. September selbst klagen und dann dem Muster­verfahren beitreten. Anleger­anwalt Dietmar Kälberer aus Berlin rät: „Bei Schäden unter etwa 5 000 Euro ist es aber wirt­schaftlich sinn­voller, das Risiko einzugehen und sich zum Muster­verfahren anzu­melden.“

Tipp: Mehr zum Thema in unserer Meldung Schadenersatz für Anleger: VW-Aktionäre mit guten Aussichten und in unseren FAQ Abgasmanipulation bei VW & Co.

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