Abfindung Meldung

Das Finanzamt muss Abfindungen auch ermäßigt besteuern, wenn das Geld nicht auf einen Schlag fließt. Ein Arbeitnehmer, der erst einen kleinen Teil der Abfindung erhielt und den Löwenanteil im Jahr darauf, gewann vor dem Bundesfinanzhof (BFH, Az. IX R 11/09).

Der kleinere Betrag darf jedoch höchstens 5 Prozent der Hauptleistung betragen, erläutert jetzt das Bundesfinanzministerium (IV C 4 - S. 2290/07/10007 :005). Ob es dabei bleibt, muss der BFH noch entscheiden (Az. IX R 20/10).

Eine Voraussetzung für die Steuerermäßigung muss immer erfüllt sein: Das Einkommen mit Abfindung muss höher sein als das Vorjahreseinkommen oder höher als das reguläre Einkommen desselben Jahrs gewesen wäre (BFH, Az. IX R 31/09). Keine Bedingung ist mehr, dass das Arbeitsverhältnis beendet sein muss. Auch Teilabfindungen ohne Kündigung, etwa wegen verkürzter Arbeitszeit, können begünstigt sein (BFH, Az. IX R 3/09).

Tipp: Sie dürfen mit Ihrem Chef vereinbaren, dass er die Abfindung später auszahlt. Sie müssen das Geld erst versteuern, wenn Sie es erhalten haben (BFH, Az. IX R 1/09, IX R 14/09).

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