Viele Arbeitnehmer bekommen bei Verlust ihres Arbeits­platzes eine Abfindung. Den Betrag müssen sie voll versteuern. Gewöhnlich dürfen sie aber die güns­tige Fünf­telregel nutzen, wenn das Finanz­amt ihren Steu­ersatz ermittelt: Es rechnet dabei nur ein Fünftel der Abfindungs­summe ein. Der Steu­ersatz fällt oft nied­riger aus, die Steuerlast sinkt.

Die Fünf­telregel dürfen Arbeitnehmer aber nur anwenden, wenn die Abfindung sie für entgangene oder entgehende Einnahmen entschädigt.

Ersetzt die Abfindung einen Schaden, geht das nicht. Das hat der Bundes­finanzhof (BFH) klar­gestellt. Er wies die Klage eines Mannes ab, bei dem ein Teil seiner Abfindung gesundheitliche Schäden ausglich (Az. IX R 34/16). Leistungen, die solche Ansprüche ausglichen, seien nicht durch die Fünf­telregelung begüns­tigt, erklärte der BFH.

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