Das Oberlandesgericht Bamberg hat einen Vermittler des Würzburger Finanzvertriebs AVB GmbH zu Schadenersatz in Höhe von rund 11 000 Euro verurteilt. Der Mann hatte eine Anlegerin nicht über die spezifischen Risiken einer Unternehmensbeteiligung an der Ibeka AG in Würzburg aufgeklärt.

Zusätzlich müssen Berater und Ibeka AG gemeinsam der Frau einen Schaden von rund 4 000 Euro plus Zinsen ersetzen, den sie durch die Kündigung von Lebensversicherungsverträgen erlitten hat. Die Anlegerin kann außerdem aus der Beteiligung aussteigen und ein so genanntes Auseinandersetzungsguthaben verlangen (Az. 4 U 66/03).

Der Vermittler hatte die Frau zur Kündigung ihrer Lebensversicherungen überredet, um das so frei werdende Geld in die Ibeka-Beteiligung einzahlen zu können. Dort wurde die Frau als atypisch stille Beteiligte Mitgesellschafterin und war damit am Gewinn und Verlust der Firma beteiligt.

Da die Ibeka AG Verluste machte, wird das Auseinandersetzungsguthaben, das der Anlegerin statt ihrer ursprünglichen Investition zusteht, kaum etwas wert sein. Die jetzt vor Gericht erstrittenen rund 15 000 Euro decken den Schaden der Frau jedoch voll, erklärte ihr Rechtsanwalt Udo Ostermann in Bamberg.

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