APS-Kamera mit Fotovorschau Meldung

Preis: etwa 600 Mark

Anbieter:
Kodak
Hedelfinger Str. 54­60
70323 Stuttgart
Tel. 07 11/40 60
Fax 07 11/4 06 53 85
www.kodak.de

Knipsen und gucken, ob es was geworden ist. Jetzt lässt sich das auch bei einer APS-Kamera auf einem kleinen Farbmonitor sofort kontrollieren, bei der Kodak Advantix Preview für stolze 600 Mark.

Später als erwartet und ohne besonderen Werberummel erschien kürzlich die bereits im Vorjahr vorgestellte Kodak Advantix Preview auf dem deutschen Markt. Preview heißt Vorschau. Die APS-Kamera hat diese Funktion, die es bislang nur bei Digitalkameras gab. Auf einem LC-Display kann der Schnappschuss gleich nach dem Auslösen betrachtet werden. Wie beim Advanced Photo System (APS) typisch, lässt sich auch hier sofort die Anzahl der Abzüge und das Format einstellen, das vom Labor gefertigt werden soll: Classic, HDTV oder Panorama.

Anzuschauen ist aber immer nur das zuletzt gemachte Foto. Falls es nicht gefällt, muss man das Negativ zwar nicht abziehen lassen, aber es ist verknipst -­ im Unterschied zur Digitalfotografie, wo misslungene Aufnahmen gelöscht werden können und somit Speicherplatz für neue frei wird. Der Monitor der Kodak Advantix Preview kann auch nicht -­ wie bei Digitalkameras üblich ­ als Sucher dienen. Dafür gibt es nur einen gewöhnlichen Durchsichtsucher.

Teurer Spaßfaktor

APS-Kamera mit Fotovorschau Meldung

Der bloße Vorschaumonitor zeigt auch nicht genau das auf den Film aufgenommene Bild, sondern liefert quasi ein Parallelbild. Das wird über ein separates Miniobjektiv neben dem Sucher und von einem CCD-Chip erzeugt. Zwar hat sich der Hersteller bemüht, beide Bilder durch Parallaxenausgleich in Einklang zu bringen, aber bei kritischen Details ist das Display unbefriedigend. Damit kann auch nicht die Schärfe beurteilt werden. Dafür wird unter der Aufnahme mit drei Symbolen die vom Autofokussystem gewählte Entfernung angezeigt.

Bei heller Beleuchtung, besonders bei Sonnenschein, ist auf dem LC-Monitor mit 4,6

Zentimeter Bildschirmdiagonale kaum noch etwas zu erkennen. Ein Manko, das wir auch bei den meisten digitalen Kameras festgestellt haben. Gerade bei bestem Fotografierwetter kann man die Vorschaufunktion also praktisch vergessen.

Ansonsten aber lässt sich ein gewisser Spaß-Faktor nicht leugnen. Das "sofortige Bilderlebnis", mit dem Kodak auf der Kameraverpackung wirbt, rechtfertigt unseres Erachtens aber nicht den stolzen Preis. Die APS-Sucherkameras ohne Vorschaumonitor unseres letzten Tests kosteten nur zwischen 165 und 385 Mark.

Bildqualität und Ausstattung der relativ großen Kodak Advantix Preview entsprechen dem üblichen Standard in dieser Kameraklasse mit Autofokus, eingebautem Blitzgerät und Zoomobjektiv. Der Brennweitenbereich erstreckt sich von 25 bis 65

Millimeter. Das ergibt einen Zoomfaktor von 2,6.

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