AKJ-Gesellschaften Meldung

Erst sind Anleger bei einer Pleitefirma kleben geblieben. Und jetzt schnappt eine Wirtschaftsdetektei nach ihnen.

Geschädigte der von Wilhelm Just gegründeten AKJ-Gesellschaften sollten keine Beiträge an die internationale Wirtschaftsfahndung H. Krügel in München zahlen. Sie wird ihnen kein Geld sichern können. Denn Erlöse aus Vermögenswerten der Pleitegesellschaften fließen in die Insolvenzmasse.

Der AKJ-Insolvenzverwalter Hans-Jörg Graf von der Friedberger Kanzlei Reuss und Partner hat bereits Gerichtsurteile über etwa 5 Millionen Euro gegen Just erstritten. Diese könnten vollstreckt werden, wenn noch Vermögenswerte sichergestellt werden. Das Geld würde dann an die rund 27 000 durch Beteiligungen oder Aktienkäufe an AKJ-Gesellschaften geschädigten Anleger verteilt. Just sitzt in Rio de Janeiro in Auslieferungshaft.

Die Wirtschaftsfahndung H. Krügel habe keinen vollstreckbaren Titel, um legal an das Vermögen von Just heranzukommen, erklärte Graf. Ziehe die Detektei ohne Titel Vermögen von Just ein, mache sie sich strafbar.

Dennoch fordert die Detektei Anleger in Briefen auf, einer Interessengemeinschaft beizutreten. Jedes Mitglied soll zunächst 3,5 Prozent seiner Schadenssumme für Spesen an Krügel zahlen. Dafür will er Anlegergeld zurückholen.

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