Wenn ein Pannenhelfer Schäden am Auto anrichtet, muss er zahlen. Das Mitglied eines Auto­clubs hatte den Schlüssel stecken gelassen, der Helfer musste die Tür öffnen. Dabei beschädigte er mit seinem Werk­zeug die Scheibe. Der Club wollte nicht zahlen. Im Klein­gedruckten stand: „Wir haften nur für Vorsatz und grobe Fahr­lässig­keit, soweit es nicht die Haupt­pflichten des Vertrages betrifft.“ Das sei unver­ständlich, befand das Amts­gericht München. Die Klausel sei so vage, dass nicht einmal Juristen sie verstünden (Az. 274 C 24303/15). Daher ist sie unwirk­sam. Ein Drittel der Reparatur muss der Auto­besitzer allerdings selber tragen. Der Pannenhelfer hatte ihm erklärt, dass die Türöffnung riskant sei. Da der Besitzer zuge­stimmt hatte, muss er einen Teil des Risikos über­nehmen.

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