ADAC-Autoversicherung Schnelltest

Angebot: Der Allgemeine Deutsche Automobilclub () bietet seinen Mitgliedern eine Autoversicherung an. Ab fünf Jahren Mitgliedschaft bekommen sie einen Treuerabatt auf den Beitragssatz. Je länger die Mitgliedschaft, desto höher der Rabatt. Fahranfänger zahlen für die ADAC-Autoversicherung immer 125 Prozent der Basisprämie.

Vorteil: Mitglieder, die seit mehr als 20 Jahren im ADAC sind, können bis zu 25 Prozent des Beitrags sparen. Mit seinem Angebot für Fahranfänger liegt der ADAC beim Beitragssatz unter dem Satz von 140 Prozent. Das ist bei vielen Gesellschaften das günstigste Angebot, wenn das Fahrzeug des Fahranfängers auf seinen Namen beim Autoversicherer der Eltern versichert wird.

Nachteil: Der Basispreis ist höher als bei vielen anderen Versicherern. Außerdem ist der günstige Beitragssatz für Fahranfänger an zu viele Bedingungen geknüpft. Neben der Zahlung des Mitgliedsbeitrags muss er ein Sicherheitstraining absolvieren. In Bayern kostet dieses zum Beispiel 80 Euro. Nicht nachvollziehbar ist, dass das Auto des Fahranfängers nicht älter als sieben Jahre sein darf. Denn gerade Fahranfänger können sich oft nur ältere Autos leisten, weil die billiger sind. Ferner darf das Auto nicht stärker als 55 kW (75 PS) sein. Und seine Freunde darf der Versicherte nicht ans Steuer lassen, sonst wird es deutlich teurer.

Fazit: Trotz Treuerabatt für langjährige Mitglieder und günstigem Beitragssatz für Anfänger fahren beide Gruppen bei vielen anderen Anbietern günstiger als beim ADAC. So zahlt ein 20-jähriger Anfänger aus Dresden für seinen Golf III (44 kW) beim ADAC laut Internet-Tarifrechner einen jährlichen Haftpflichtbeitrag von 1 621,90 Euro. Direktanbieter wie KarstadtQuelle oder Ontos sind derzeit mehrere Hundert Euro günstiger. ADAC-Mitglieder und andere Interessenten sollten daher die Preise und Leistungen anderer Versicherer mit dem ADAC-Angebot vergleichen.

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