Das Bezugsrecht

Die AG erhöht ihr Grundkapital von 100 auf 120 Millionen Euro. Aktionäre erhalten das Recht, für jeweils fünf alte ­Aktien eine neue zu kaufen. Der Börsenkurs der alten Aktie beträgt 17 Euro, der Preis der neuen Aktie ist auf 8 Euro festgesetzt.

Ein Aktionär dieser AG erhält damit auf 5 Altaktien zum Kurs von: 17 Euro
eine neue Aktie zum Kurs von: 8 Euro
und hat dann 6 Aktien für: 93 Euro

Rein rechnerisch ist der Wert der Aktien nach der Kapitalerhöhung von früher 17 Euro auf jetzt 15,50 Euro (93 Euro : 6) gesunken. Das sind 1,50 Euro Verlust pro Aktie. Dieser Betrag entspricht dem Wert des Bezugsrechts. Übt ein Aktionär es nicht aus, kann er es an der Börse verkaufen und so den Wertverlust seiner Aktien ausgleichen. An der Börse bestimmt sich der Preis allerdings nach Angebot und Nachfrage.

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