Die Freistellungsbescheinigung für einen steuerfreien 630-Mark-Job kann zur echten Steuerfalle werden, warnt der Bund der Steuerzahler. Wechselt der Jobber im Kalenderjahr von einer geringfügigen Beschäftigung mit Freistellungsbescheinigung zu einer Arbeit mit Lohnsteuerkarte, macht das Finanzamt die Steuerbefreiung für den 630-Mark-Job rückgängig. Bei der Steuerveranlagung hebt das Finanzamt dann die Freistellung auf und addiert alle Einkünfte, um die darauf fällige Einkommensteuer zu ermitteln.

Tipp: Ist abzusehen, dass Sie nur kurze Zeit Geringverdiener sind und bald wieder gut verdienen, kann sich die Pauschalversteuerung lohnen. Der Arbeitgeber zahlt dann auf 630 Mark Lohn pauschal 20 Prozent Steuern. Bleiben Sie dennoch das ganze Jahr im 630-Mark-Job beschäftigt, können Sie sich rückwirkend eine Freistellungsbescheinigung beim Finanzamt holen und sie dem Arbeitgeber vorlegen. Der Arbeitgeber kann dann die Lohnsteuer-Anmeldung nach Paragraph 164 Abs. 2 der Abgabenordnung wieder ändern.

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