49-Euro-Ticket So fahren Sie günstig mit dem Deutsch­land­ticket

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49-Euro-Ticket - So fahren Sie günstig mit dem Deutsch­land­ticket
Dauer­haft günstig durch Deutsch­land. Das 49-Euro-Ticket soll künftig für finanzielle Entlastung und einen attrakti­veren Nahverkehr sorgen. © Getty Images / Kondoros Eva Katalin

Rund 62 Millionen Mal wurde das 9-Euro-Ticket verkauft. Ein Nach­folger steht nun in den Start­löchern: Das Deutsch­land­ticket für 49 Euro.

Dauer­haft günstig durch ganz Deutsch­land?

Wann wird das Deutsch­land­ticket einge­führt?

So schnell wie möglich. Auf Initiative von Bund und Ländern soll das Deutsch­land­ticket als dauer­hafte Alternative an den Erfolg des zeitlich befristeten 9-Euro-Tickets anknüpfen. Als Einführungs­termin ist der 1. April 2023 geplant. Organisatorisch, recht­lich und finanz­tech­nisch stellt das Ticket allerdings eine große Heraus­forderung dar. Daher ist noch nicht ganz klar, dass dieser Termin gehalten werden kann.

Vor allem die Aufteilung der Finanzierung beschäftigt Bund und Länder. Beschlossen ist: Jähr­lich anfallende Kosten von drei Milliarden Euro sollen zwischen Bund und Ländern halbiert und gemein­sam getragen werden. Zusätzlich ist eine dauer­hafte Bereit­stellung von einer Milliarde Euro pro Jahr durch den Bund geplant, welche bis 2025 jähr­lich um 3 Prozent erhöht werden soll. Die Frage nach der Finanzierung von potenziell anfallenden Mehr­kosten ist allerdings noch nicht abschließend geklärt.

Was soll das Deutsch­land­ticket kosten?

Das Deutsch­land­ticket soll 49 Euro im Monat kosten. Es ist damit eine güns­tige Alternative zu den Preisen, die viele Menschen momentan für ihr ausschließ­lich regional gültiges Ticket für den Öffent­lichen Personen­nahverkehr (ÖPNV) bezahlen. Die 49 Euro sind allerdings ein Einstiegs­preis. Spätere Preis­erhöhungen, wie etwa für einen Inflations­ausgleich, sind möglich.

Wo darf ich mit dem Deutsch­land­ticket über­all fahren?

Das 49-Euro-Ticket soll deutsch­land­weit für den ÖPNV genutzt werden dürfen – genau wie zuvor das 9-Euro-Ticket. Dazu zählen folgende Verkehrs­mittel der regionalen Verkehrs­verbünde: Linienbus, Straßenbahn, Stadt-​ und U-​Bahn sowie S-​Bahn, aber auch Regionalbahn und Regional­express der Deutschen Bahn. Nicht zum ÖPNV gehören Fahrten mit Fern­verkehrs­zügen wie ICE, IC oder EC.

Auch ausländische Schnell­züge, die deutsche Fern­verkehrs­stre­cken befahren, wie etwa der französische Thalys oder der österrei­chische ÖBB Nightjet, zählen nicht zum Öffent­lichen Personen­nahverkehr. Ein detaillierter Geltungs­bereich wird zurzeit noch ausgearbeitet und kann, sobald vorliegend, unter den Tarifbekanntmachungen und Beförderungsbedingungen der Deutschen Bahn einge­sehen werden.

Wie bekomme ich das Deutsch­land­ticket?

Das 49-Euro-Ticket ist als Digitalti­cket im monatlich künd­baren Abo geplant. Genau wie das 9-Euro-Ticket soll es nur für die jeweilige Person gültig und nicht über­trag­bar sein. Als Digitalti­cket kann das Deutsch­land­ticket zum Beispiel über bahn.de oder die DB Navigator App gekauft werden. Ob auch ein Kauf in Papierform am Auto­maten wie beim 9-Euro-Ticket möglich sein wird, ist noch nicht abschließend von den Ländern und Verkehrs­verbünden beschlossen.

Auch viele andere Verkehrs­unternehmen planen den Kauf des Tickets anzu­bieten. Verkehrs­betriebe wie die BVG in Berlin und der Hamburger Verkehrs­verbund HVV haben bereits angekündigt, dass Abokunden und Abokundinnen sich nicht selbst um einen Wechsel zum 49-Euro-Ticket kümmern müssen. Sie wollen selbst tätig werden, Abokunden und Abokundinnen direkt informieren und für einen reibungs­losen Wechsel­prozess sorgen.

Werde ich ein Fahr­rad kostenlos mitnehmen dürfen?

Eine kostenlose Fahr­radmitnahme ist bei dem 49-Euro-Ticket nicht geplant. Wie schon beim 9-Euro-Ticket muss ein Zusatz­ticket gelöst werden, wenn ein Fahr­rad mitgenommen werden soll. Aktuell kostet eine Fahr­radtages­karte für den gesamten Nah- und Regional­verkehr 6 Euro. Die Karte kann am Auto­maten, im DB Reisezentrum oder online gekauft werden.

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