Tipps

Die richtige Badestelle

  • Blau ist besser. Wählen Sie eine Badestelle mit blauer Markierung aus der Karte. Dort können Sie Ihren Badespaß unbeschwert genießen. Einige Seen sind schon seit Jahren „blau“. Dazu gehören:
    - Chiemsee (Bayern),
    - Großer Stechlinsee (Brandenburg),
    - Krakower See (Mecklenburg-Vorpommern),
    - Müritz (Mecklenburg-Vorpommern),
    - Schluchsee (Baden-Württemberg),
    - Starnberger See (Bayern).
    Auch an den blau markierten Badestellen an Nord- und Ostsee dürfen Sie relativ ungetrübte Badefreuden erwarten. Manche sind allerdings nicht in jedem Jahr einwandfrei. Hinweise dazu finden Sie in den Fußnoten zur Badegewässerkarte. Probleme durch Algen oder Bakterien sind aber auch hier unwahrscheinlich.
  • Vorsicht, Rot! Meiden Sie Badestellen mit rotem Punkt. Hier können Keime oder Algen den Badespaß verleiden. Je häufiger die Mikroorganismen in der Vergangenheit auftraten, desto größer ist das Risiko auch in dieser Saison. Regelmäßig erhalten folgende Badestellen einen roten Punkt:
    - Eichbaumsee (Hamburg, seit 1999),
    - Grube Prinz von Hessen (Hessen, seit 1996),
    - Halensee (Berlin, seit 1996),
    - die Nied (Saarland, seit 1998),
    - Talsperre Pirk (Sachsen, seit 1996).
  • Warnsignale. Urteilen Sie selbst: Erscheint Ihnen der See als trübe Brühe oder verbreitet er unangenehme Gerüche, sollten Sie lieber aufs Baden verzichten. Starker Regen nach einer langen Schönwetterperiode spült in der Regel viel Schmutz von den Bäumen ins Wasser. Vorsicht auch an Flüssen, in die Abwässer eingeleitet werden.
  • Algenblüte. Gefährlich sind giftige Algen vor allem für Kinder und empfindliche Personen. Faustregel: Verzichten Sie aufs Bad, wenn Sie, bis über die Knie im Wasser stehend, Ihre Füße vor lauter Algen nicht mehr sehen können. Falls Sie trotzdem ins Wasser gehen, sollten Sie anschließend duschen und Ihre Badesachen auswaschen.
  • Mehr Infos. Aktuelle Messwerte erhalten Sie telefonisch bei Ihrem örtlichen Gesundheitsamt oder im Internet (Links links).

Was Sie tun können

Schmutz und Keime gelangen auch durch Badende ins Wasser. Deshalb können auch Sie etwas zur Sauberkeit der Gewässer beitragen:

  • Abfälle. Entsorgen Sie Ihren Unrat nicht am Strand oder gar im Wasser. Nutzen Sie vorhandene Mülleimer oder -container oder nehmen Sie Ihre Abfälle wieder mit und entsorgen Sie diese zu Haus.
  • Notdurft. Benutzen Sie Toiletten oder – falls nicht vorhanden – wählen Sie zumindest eine gewässerferne „Problem­lösung“.
  • Sonnenschutz. Tragen Sie Cremes oder Lotionen nicht unmittelbar vor dem Baden auf.
  • Fütterung. So groß das Vergnügen gerade für Kinder sein mag: Werfen Sie kein Brot für Enten oder Fische ins Wasser. Die Fäkalien der Enten und Vögel begünstigen das Algenwachstum.
  • Rücksicht. Gönnen Sie Flora und Fauna ihre Ruhe. Gerade der Schilfgürtel und die bewachsene Uferzone dient als Lebens- und Brutraum für unzählige Pflanzen und Tiere.

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