3D-Fernsehen Meldung

Die Schwertspitze vor der Nase oder das Monster zum Greifen nah. 3D-TV versetzt Sie ins Geschehen. Aber wie?

Technik

Das räumliche Fernsehen kann sich jeder ab der Internationalen Funkausstellung im Spätsommer ins Wohnzimmer holen. Ab dann gibt es zumindest Blu-ray-Videos und Computerspiele zu kaufen, die für diese Wiedergabe vorbereitet sind. Vier Techniken konkurrieren. Alle bieten den beiden Augen perspektivisch unterschiedliche Bilder – allerdings auf sehr verschiedene Art:

Rot-Grün-Brille

Das älteste Verfahren klappt mit allen Fernsehern. Die gleichzeitige Darstellung zweier farbseparierter Bilder mindert Helligkeit und Farbtreue des Bildes und halbiert die Auflösung – das Auslaufmodell.

Polarisationsbrille

Diese Technik ist aus dem Kino bekannt und lässt sich auch mit speziellen Fernsehern umsetzen. Das Bild flackert nicht, allerdings sinken Helligkeit und Auflösung – eine dennoch akzeptable Lösung.

Shutter-Brille

Dieses Kinoverfahren verdunkelt über eine Brille und einen taktgebenden Sender abwechselnd die Augen. Die Auflösung bleibt erhalten, doch die Bildhelligkeit sinkt. Vielen Zuschauern ist das abwechselnde Verdunkeln lästig. Fernsehgeräte mit mindestens 120 Hertz Bildwechselfrequenz sollen diesen Nachteil mildern – der Favorit der Hersteller.

Autostereoskopische Displays

Diese Technik funktioniert mit Linsen- oder Streifenrastern, im Prinzip wie bei der 3D-Kamera von Fuji ( siehe Schnelltest aus test 3/2010). Eine Kamera erkennt die Position des Betrachters und der Fernseher projiziert die unterschiedlichen Perspektiven auf die Augen des Zuschauers – das ewige Forschungsprojekt.

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