Der Streit um steuerfreie 325-Euro-Jobs ist noch nicht begraben. Der Bund der Steuerzahler will den für viele Jobber unerfreulichen Beschluss des Bundesfinanzhofs (BFH), über den Finanztest berichtet hat, nicht hinnehmen. Der BFH hatte beschlossen, dass Teilzeitkräfte für 325-­Euro-Jobs rückwirkend Steuern zahlen müssen, wenn sie eine Stelle mit längerer Arbeitszeit finden und dadurch im Jahresschnitt über 325 Euro im Monat verdienen (Az. VI B 1/02).

Dagegen gibt es beim Finanzgericht Köln eine weitere Klage, die der Bund der Steuerzahler unterstützt (Az. 6 K 1420/01). Er will sie bis zum Bundesverfassungsgericht bringen, wenn die Finanzrichter ihre Rechtsprechung nicht ändern. Betroffene können unter Hinweis auf das Aktenzeichen des Kölner Gerichts Einspruch gegen ihren Steuerbescheid einlegen.

Ob das Finanzamt ihn dann bis zur ­endgültigen juristischen Klärung offen lässt, ist allerdings fraglich. Dazu sind die Beamten erst verpflichtet, wenn die Klage beim BFH angekommen ist. Wird der Einspruch abgelehnt und ist das Verfahren zu diesem Zeitpunkt bereits beim Bundesfinanzhof, kann man den Hinweis auf das BFH-Aktenzeichen jedoch noch nachschieben und der Steuerbescheid bleibt offen.

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