Wer im Monat insgesamt nicht mehr als 325 Euro verdient und wöchentlich weniger als 15 Stunden arbeitet, kann per Freistellungsbescheinigung von dem ­Finanzamt steuerfrei jobben. Aber Achtung! Der Arbeitgeber darf den Lohn nicht mehr steuerfrei auszahlen, wenn der Monatslohn 325 Euro übersteigt. Dann geht die Steuerfreiheit rückwirkend für das ganze Jahr verloren. Das hat der Bundesfinanzhof in einem Beschluss bekräftigt (Az. VI B 1/02).

Sind die Bedingungen nicht mehr erfüllt, muss der bislang Freigestellte seinen gesamten Jahresverdienst versteuern. Die Steuerfreiheit ist auch dahin, wenn das Minigehalt zusammen mit ­anderen steuerpflichtigen Einkünften über 325 Euro im Monat liegt. Zinsen und Dividenden über dem Sparerfrei­betrag, Spekulationsgewinne, Zweitverdienst, Ertragsanteile aus Rente, Pensionen, Unterhalt vom Exgatten, Mieten oder Pachten und gewerbliche Gewinne zählen zu den Einkünften – nach Abzug von Werbungskosten, Betriebsausgaben und Verlusten.

Tipp: Keine Gefahr für die Steuerfreiheit des 325-Euro-Jobs bedeuten hingegen steuerfreie oder pauschal versteuerte Zuschüsse des Arbeitgebers wie zum Beispiel für Job­tickets, Kindergarten oder Erziehungsgeld.

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