Ernährung, Haushalt und Eigenheim

Das neue Jahr soll mehr Recycling und weniger Müll bringen. Der „Internetpranger“ für Hygiene­verstöße in der Lebens­mittel­branche wird wieder einge­führt, und viele Haus­besitzer müssen sich 2019 um einen neuen Energie­ausweis kümmern.

Pfand­pflicht wird ausgeweitet

Am 1. Januar 2019 tritt das neue Verpackungs­gesetz in Kraft. Es soll für mehr RecycIing sorgen. Im Supermarkt sollen künftig Schilder an Regalen die Kunden darüber informieren, wo Mehr­wegflaschen stehen. Außerdem wird auf einige Getränke Pfand fällig, die bisher pfand­frei waren, nämlich auf Frucht- und Gemüsen­ektare mit Kohlensäure und Misch­getränke mit einem Molke­anteil von mindestens 50 Prozent. Die Recycling-Quote für Kunst­stoff­verpackungen im dualen System soll von heute 36 auf zunächst 58 Prozent steigen. 2022 soll sie dann 63 Prozent betragen. Mehr Infos auf der Website des Bundesumweltministeriums.

Mehr Trans­parenz bei Lebens­mittel­kontrollen

Ab April 2019 werden die Ergeb­nisse von amtlichen Hygiene­kontrollen in der Lebens­mittel­branche wieder im Internet veröffent­licht. Die recht­liche Anpassung erfolgt über das Lebens­mittel- und Futtermittel­gesetz­buch, welches im 2. Entwurf derzeit beim Bundes­rat liegt. Hintergrund ist ein Urteil des Bundes­verfassungs­gerichtes vom 21.03.2018, das die Bundes­regierung in geltendes Recht umsetzen muss.

Rauchmelder­pflicht in Thüringen

Ab dem 1. Januar müssen nun auch Altbauten mit Rauchwarnmeldern ausgestattet sein. Für Neubauten und genehmigungs­pflichtige Umbauten galt eine entsprechende Regelung schon seit 2008. Welche Vorschriften in den übrigen Bundes­ländern gelten, steht in unserem Special Rauchmelderpflicht.

Energie­ausweise laufen ab

Viele Wohn­gebäude brauchen im Jahr 2019 neue Energie­ausweise. Immobilien­eigentümer müssen einen gültigen Energie­ausweis vorlegen, wenn sie verkaufen oder neu vermieten wollen. Diese Pflicht gilt bei vielen Gebäuden seit Sommer 2008 beziehungs­weise Anfang 2009. Energie­ausweise sind zehn Jahre lang gültig, daher endet die Lauf­zeit in vielen Fällen in diesem Jahr. Mehr zum Thema in unserem Special Energieausweis.

Neubau wird gefördert

Bauherren und Käufer neuer Miet­wohnungen können in den ersten vier Jahren bis zu 5 Prozent der Anschaffungs- oder Herstellungs­kosten des Gebäudes als Sonder­abschreibung steuerlich geltend machen (maximal 100 Euro pro Quadrat­meter Wohn­fläche im Jahr). Die Wohnung muss zehn Jahre lang vermietet werden, der Bauantrag von September 2018 bis Ende 2021 gestellt sein. Die Ober­grenze für die Anschaffungs­kosten beträgt 3 000 Euro pro Quadrat­meter.

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