Multimedia, Haushalt + Eigenheim

2017 Special

Künftig ist ein gemein­samer Stan­dard für Handy-Ladegeräte vorgeschrieben. Und die Roaming-Gebühren fürs mobile Telefonieren inner­halb der EU werden ab Mitte 2017 der Vergangenheit angehören. Die EEG-Umlage steigt und in einigen deutschen Bundes­ländern ändern sich die Vorschriften für Rauchmelder. Außerdem gelten EU-weit neue Regeln für die Energieeffizienz von Staubsaugern – und bei alten Heizkesseln müssen Schorn­steinfeger künftig Effizienzlabel anbringen.

Mobil­funk im Ausland: EU streicht Gebühren

Die EU-Kommis­sion will die Gebühren für die Hand­ynut­zung auf Reisen in andere EU-Länder streichen. Termin dafür ist der 15. Juni 2017, wie ein Entwurf der EU-Kommis­sion vorsieht. Bis dahin gelten diese EU-Roaming-Gebühren: Ein Handy­gespräch darf nicht mehr als 6 Cent pro Minute zusätzlich kosten, eine SMS höchs­tens 2 Cent mehr und Daten maximal 6 Cent pro Megabyte extra.

HD-Fernsehen über Antenne

Schon seit Mitte 2016 können viele Zuschauer auch über Antenne TV-Sender in HD-Auflösung empfangen. Grund ist der neue Antennen­stan­dard DVB-T2 HD. Er löst den alten Stan­dard DVB-T ab und sorgt für bessere Bild­qualität und mehr Sender. Nach der Test­phase in einzelnen Ballungs­gebieten geht DVB-T2 HD am 29. März 2017 in einigen Regionen in den Regel­betrieb über. Zu diesem Stichtag sollen in den Pilot­regionen alle empfang­baren Sender via DVB-T2 HD zur Verfügung stehen. Bundes­weit soll der Ausbau von DVB-T2 HD bis Mitte 2019 abge­schlossen sein. Nach Beginn des Regel­betriebs von DVB-T2 HD wird das alte DVB-T im Normalfall sofort abge­schaltet. Um weiterhin per Antenne fernsehen zu können, werden viele Zuschauer neue Geräte kaufen müssen: entweder einen neuen Fernseher oder einen Receiver zum Nach­rüsten des alten TV-Geräts. Alle wichtigen Fragen zum Thema beant­worten wir in unseren FAQ DVB-T2.

Ladegerät für alle Handys

Ab 2017 gilt ein Gesetz, das einheitliche Ladegeräte für Mobiltelefone vorschreibt. Die Hersteller müssen einen gemein­samen Stan­dard nutzen – auch Apple muss sich daran halten.

Tipp: Die Stiftung Warentest hat mobile Zusatz­akkus fürs Handy getestet. Zum Test Powerbanks

Neues Energielabel für Staubsauger

Ab dem 1. September 2017 dürfen nur noch Staubsauger neu auf dem Markt gebracht werden, deren jähr­licher Energieverbrauch weniger als 43 kWh/Jahr beträgt. Die Effizienz­klassen reichen dann von A+++ bis D (anstatt A bis G). Die Nenn­leistungs­aufnahme muss geringer als 900 Watt sein. Die Staub­aufnahme auf Teppichen muss mindestens 75 Prozent betragen, auf harten Böden 98 Prozent. Die Staub­emission darf höchs­tens 1 Prozent betragen. Der Schall­leistungs­pegel darf höchs­tens 80 dB(A) betragen. Soweit vorhanden, muss der Schlauch so halt­bar sein, dass er auch nach 40 000 Schwankungen unter Belastung noch verwend­bar ist. Der Motor muss eine Lebens­dauer von mindestens 500 Stunden aufweisen. Unser Produktfinder mit 98 Boden- und Handstaubsaugern zeigt, dass schon heute viele Modelle mit weniger als 900 Watt auskommen und trotzdem saubere Arbeit leisten.

Neue Vorschriften für Rauchmelder

In den meisten Bundes­ländern sind Rauchwarnmelder bereits in Neu- und Altbauten Pflicht. In einigen Ländern gelten noch Über­gangs­fristen. Ab 2017 ändern sich die Vorschriften in Berlin, Nord­rhein-West­falen und im Saar­land. In Berlin müssen ab Januar 2017 erst­mals alle neu gebauten Privatwohnungen mit Rauchmeldern ausgestattet werden. Für Altbauten gilt ab 2021 eine Pflicht zum Nach­rüsten. Zudem enden in Nord­rhein-West­falen und im Saar­land die Über­gangs­fristen für Bestands­bauten: Ab 2017 müssen Eigentümer dort nicht mehr nur ihre Neubauten, sondern auch alle bestehenden Wohnungen mit Rauchwarnmeldern ausstatten. Unser Über­blick zeigt, welche Vorschriften und Übergangsregeln in Ihrem Bundes­land gelten. Gute Rauchmelder gibt es bereits ab 20 Euro, wie unser Test zeigt. Antworten auf häufige Fragen zum Thema Rauchmelder finden Sie in unseren FAQ Rauchmelder.

Strom: Preise steigen wieder

2017 Special

Die Strom­preise werden vieler­orts wieder anziehen. Das liegt an steigenden Netz­entgelten und an einer leichten Erhöhung der Umlage zur Finanzierung der erneuer­baren Energie (EEG-Umlage). Die Umlage steigt für alle Strom­kunden von 6,35 Cent auf 6,88 Cent: Allein dadurch zahlt ein Drei­personen­haushalt mit einem Jahres­verbrauch von 3 500 Kilowatt­stunden rund 18 Euro im Jahr mehr.

Ineffiziente Heizkessel: Jetzt mit Label

Schorn­steinfeger und Heizungs­installateure können seit 2016 an Heizgeräten, die älter sind als 15 Jahre, Effizienzlabel anbringen. Ziel ist es, Verbrauchern einen Anstoß zu geben, den alten Kessel auszutauschen. Ab 2017 ist es Pflicht der Bezirks­schorn­steinfeger, die Etiketten anzubringen. Infos: bmwi.de, Such­worte Energieeffizienz Heizgeräte.

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