Geld­anlage, Alters­vorsorge und Rente

2017 Special

Über­weisungen von Handy zu Handy werden attraktiver, Konto­gebühren teurer, und der Garan­tiezins sinkt – dafür steigt die Rente und der Über­gang von der Arbeit in die gesetzliche Rente wird neu geregelt.

Viele Banken erhöhen die Konto­gebühren

Etliche Geld­institute haben Preissteigerungen zum 1. Januar 2017 angekündigt, darunter zum Beispiel die PSD Berlin Brandenburg und einige Sparda-Banken. Mehr zum Thema in unserer Meldung Girokonto: Bei diesen Banken steigen bald die Preise. Die aktuellen Preise für weit über 200 Gehalts- und Renten­konten zeigt unser Produktfinder Girokonto.

Über­weisungen per App

Kunden von Sparkassen- und Genossen­schafts­bank mit Smartphone können nach dem nächsten Update ihrer Banking-App und einer Registrierung Über­weisungen von Handy zu Handy machen. Bis 30 Euro ist keine Trans­aktions­nummer nötig.

Mehr Rente 2017

Rentner bekommen mehr Geld. Das Bundes­sozial­ministerium erwartet für 2017 eine Renten­steigerung von 1,77 Prozent in den alten und 2,06 Prozent in den neuen Bundes­ländern.

Flexibler in die Rente

Die Flexi-Rente regelt den Über­gang von der Arbeit in die gesetzliche Rente neu.

Früher Rente. Wer vorzeitig eine Rente bezieht, kann ab 1. Juli leichter hinzuver­dienen. Die starren Hinzuver­dienst­grenzen, die bisher viele Frührentner im Blick haben mussten, fallen weg.

Später Rente. Für ältere Arbeitnehmer, die nach Erreichen der Regel­alters­grenze noch arbeiten möchten, ändert sich schon ab 1. Januar etwas: In Zukunft können sie auf die Versicherungs­freiheit verzichten, mit der sie sich Beiträge zur Renten­versicherung sparen. Zahlen sie zusammen mit dem Arbeit­geber Beiträge, können sie weitere Renten­ansprüche erwerben und ihre Rente erhöhen.

Mehr Rente. Freiwil­lige Einzahlungen in die Renten­versicherung sind ab 1. Juli bereits nach dem 50. Geburts­tag möglich. Damit können Abschläge ausgeglichen werden, die bei vorzeitigem Renten­eintritt entstehen.

Tipp: Ausführ­liche Berechnungen lesen Sie in unserem Special Gesetzliche Rente: Mit der Flexirente zum Rentenplus, Finanztest 2/2017.

Garan­tiezins bei privaten Renten- und Lebens­versicherungen sinkt

0,9 Prozent – das ist ab 2017 der maximal erlaubte Garan­tiezins bei Kapital­lebens- und Renten­versicherungen. Eine höhere Verzinsung dürfen Anbieter ihren Kunden auf ihre Beiträge nach Abzug der Kosten nicht mehr versprechen. Die Senkung betrifft auch neue Riester- und Rürup-Rentenversicherungen sowie in der betrieblichen Alters­versorgung Direkt­versicherungen und einige Pensions­kassen-Verträge.

Riester und Rürup klarer

Vor Abschluss eines Riester- oder Rürup-Vertrags erhalten Kunden ab 2017 ein neues Produkt­informations­blatt. Das Blatt soll Kosten, Chancen und Risiken der Verträge einheitlich, vergleich­bar und damit trans­parenter darstellen als die bisherigen Informationen.

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