Inno­vative Technik und elegantes Design verspricht Aldi diese Woche. Für 99,99 Euro verkauft der Discounter bundes­weit 20 Zoll-Flach­bild­schirme mit HD-Auflösung. Doch billig allein nützt nichts. Der Schnell­test klärt, ob sich der Discount-Monitor sehen lassen kann.

Einfacher Start

Keine Schwierig­keiten macht der Start. Der Anschluss an den Computer per VGA- oder DVI-Kabel ist im Hand­buch korrekt erklärt und funk­tioniert auf Anhieb. Der Computer erkennt den Monitor prompt und stellt die optimale Auflösung ein. Zu beachten: Der Monitor hat einen DVI-D-Anschluss. Analoge Signale kann er damit anders als Geräte mit DVI-I-Anschluss nicht verarbeiten. Computer mit Analog­ausgang lassen sich allein über den VGA-Eingang anschließen.

Dunkles Bild

Kontrast und Farben des Aldi-Monitors sind einwand­frei. Die Farben wirken klar und echt. Das Bild ist scharf. Das ist gut für Fotos. Der Blick­winkel ist recht einge­schränkt. Bei der Helligkeit schwächelt der Medion P54033 allerdings. In sonnigen Räumen wirkt das Bild blass und unklar. Mit seinen 215 Candela je Quadrat­meter ist der Monitor einfach zu schwach auf der Brust. Wegen des ordentlichen Schwarz­wertes kann sich der Kontrast trotzdem sehen lassen.

Träge Reaktion

Spieler und Video­fans interes­siert auch die Reaktions­zeit des Bild­schirms bei schnellen Bewegungen. Der Medion P54033 ist hier recht lang­sam. Vor allem mit den Werks­einstel­lungen erscheinen bei zügigen Bewegungen reichlich Schlieren. Etwas flotter gehts bei der Einstellung "Spiel". Das Tempo der Bild­aufbaus nimmt sicht­lich zu. Das ist trotzdem recht lang­sam für Computer­spiele.

Dünner Klang

Wenn Monitore über­haupt einge­baute Laut­sprecher besitzen, dann taugen diese bestenfalls für System­geräusche oder Notfälle. So auch das aktuelle Aldi-Angebot von Medion. Die Laut­sprecher strahlen den Ton nach hinten ab. Folg­lich ist kaum etwas zu hören, wenn der Monitor frei im Raum steht. Vor einer Wand wird es besser, der Klang bleibt aber verfärbt und dünn. Wer Musik hören oder Videos schauen möchte, braucht separate Laut­sprecher.

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