2-Stunden-Flatrate von Tchibo Schnelltest

Bisher kosteten Handyflatrates eine monatliche Grund­gebühr. Je nach Netz zwischen 10 und 90 Euro. Tchibo bietet jetzt Einheits­preise für einzelne Gespräche. Jeder Anruf kostet 39 Cent. Egal wie lange. Egal in welches Netz. test.de rechnet nach, für wen sich das Angebot lohnt.

Je länger, desto günstiger

Mit der Tchibo-Option „Gespräch-Flatrate“ kostet jeder Anruf gleich viel: 39 Cent für eine kurze Nachricht auf der Mailbox. 39 Cent für eine schnelle Verabredung. Aber auch 39 Cent für ein stundenlanges Dauergespräch. Ins Festnetz und in alle Mobil­netze. Zum Vergleich: Die preiswertesten Prepaid-Karten berechnen im Moment 9 Cent pro Minute. Ab der fünften Gesprächsminute wäre die Tchibo-Option also günstiger. Anders für Tchibo-Kunden: Untereinander telefonieren sie sonst für 5 Cent pro Minute. Für sie rechnet sich die „Gespräch-Flatrate“ erst nach acht Minuten.

Nichts für Kurztelefonierer

Die meisten Handygespräche sind jedoch deutlich kürzer. Im Schnitt ein bis zwei Minuten. Daher würde der Tchibo-Tarif in den Tarifvergleichen der Stiftung Warentest nur auf hinteren Rängen landen. Grund: Die Profile gehen von vielen kurzen Anrufen aus. Wenn jede Mailboxnachricht und jede kurze Meldung 39 Cent kostet, ist das vergleichsweise teuer. Das gleichen auch einige längere Gespräche nicht aus.

Nur für Neukunden

Nach 120 Minuten ist ohnehin Schluss. Dann unterbricht Netzbetreiber O2 automatisch die Verbindung. Erneute Anrufe sind zwar möglich. Doch behält sich Tchibo ein Kündungsrecht zum Monatsende vor. Die Tarifoption gilt nur für Neukunden, die bis 1. September bei Tchibo eine SIM-Karte für 9,95 Euro kaufen. Maximale Laufzeit der Option: ein Jahr. Wer nicht für jedes Gespräch 39 Cent zahlen will, kann vorher schon zum Standardtarif mit 15 Cent je Minute und SMS zurückkehren.

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