17 Zoll-Notebook von Aldi Schnelltest

Aldi will Notebook-Besitzern mehr Bild verschaffen. Für 899 Euro ist seit Montag früh ein 17 Zoll-Notebook der Hausmarke Medion mit flotter Grafik und viel Zubehör im Angebot. Der Schnelltest klärt, wie schnell das Notebook rechnet, wie lange es durchhält und was sonst zu beachten ist.

Bild mit Spiegelungen

Nach langer Zeit macht Aldi wieder ein glänzendes Angebot. Das ist, wenn es auch den Bildschirm betrifft, von Nachteil. Unter idealen Bedingungen sind TFT-Displays mit Glanzoberfläche theoretisch sogar leicht überlegen. Doch in der Praxis stören Reflektionen. Bei hell beleuchteter Umgebung leidet die Sichtbarkeit der Grafiken und Texte auf dem Bildschirm erheblich. Wirklich schade. Jenseits der Spiegelungen hinterlässt der Bildschirm nämlich einen guten Eindruck.

Reichlich Ausstattung

Nichts zu meckern gibt es bei der Ausstattung. Bis hin zu Webcam und DVB-T-Adapter ist so ziemlich jedes Muldimedia-Zubehör gleich mit von der Partie. Sogar einen HDMI-Anschluss hat das Notebook. Der Nutzen hält sich allerdings in Grenzen. Das DVD-Laufwerk kann keine HD- oder Bluray-DVDs abspielen. Nur mit gewaltig großen Dateien aus dem Internet oder bei Anschluss externer Geräte ist Hochqualitätsfernsehen oder -kino möglich. Noch ein Manko für Besitzer von digitalen Videokameras: Ein Firewire-Anschluss fehlt.

Reichlich Leistung

Bei der Leistung bleiben so gut wie keine Wünsche offen. Selbst moderne 3D-Spiele liefert das Notebook dank leistungsfähigen Grafikprozessors flott und ohne Ruckeln auf den Bildschirm. Erst bei den allerneuesten Spielen und der Einstellung hoher Auflösung stößt das Notebook aus dem aktuellen Aldi-Angebot an seine Grenzen. Nur die allerstärksten Notebooks aus dem aktuellen Vergleichstest sind noch eine Nuance schneller unterwegs als das aktuelle Aldi-Notebook.

Lange Leitung

Im Rahmen des Üblichen bewegt sich das Durchhaltevermögen im Akkubetrieb. Im Notebook-typischen Durchschnittsbetrieb schafft das Aldi-Notebook etwas über zwei Stunden. Beim Abspielen von DVDs mit maximaler Helligkeit und Lautstärke wird der Bildschirm schon nach gut anderthalb Stunden dunkel - genug für die meisten Spielfilme; bei Überlänge jedoch reichts nicht fürs Happy End oder den Show-down. Bei der Ladezeit patzt das Gerät von Aldi-Hauslieferant Medion: Gut vier Stunden dauerte es, bis der Akku nach Anschluss an die Steckdose wieder voll geladen war. Eine längere Leitung haben nur ganz wenige andere Notebooks.

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