16:9-Fernseher Test

Breitbildfernseher sollen Kinoatmosphäre ins Wohnzimmer bringen. Das 16:9-Format entspricht der Kinoleinwand: 16 Einheiten in der Breite, 9 in der Höhe. Mit einem 82-cm-Fernseher wirkt das Bild auch im Wohnzimmer ansehnlich groß. Im Test: 13 Fernsehgeräte – Breitbild 16:9 mit 100 Hertz. Bildschirmdiagonalen 70/72 cm und 82 cm. Preise: 970 bis 1.520 Euro.

Gut für Spielfilmfans

Die getesteten Breitbildfernseher sind gut für Spielfilmfans. Hier wirkt das 16:9-Format: Das breite Bild bringt tatsächlich etwas Kinoatmosphere ins Wohnzimmer. Wichtiges Zubehör: Ein DVD-Spieler oder ein Premiere-Dekoder. Das Bezahlfernsehen sendet die meisten Filme im Breitformat. Wenn jetzt noch der Ton über eine Surround-Sound-Anlage kommt, können Sie Kinokarten fürs Wohnzimmer ausgeben.

Nicht so scharf wie möglich

Im normalen Fernsehprogramm sind breite Bilder dagegen selten. Die meisten Sendungen entstehen im 4:3-Format. Breitbildfernseher setzen diese Normalbilder ins Breitformat um. Das funktioniert gut – aber nicht perfekt. Nachteil der künstlich erzeugten Breitbilder: Sie sind nicht ganz so scharf, wie der Fernseher sie eigentlich zeigen könnte. Der Grund: Mit der Vergrößerung wird das Zeilenraster gröber. Wer die 16:9-Anpassung ausschaltet, muss mit kleineren Bildern leben: Ein 70-cm-Breitbildgerät zeigt das Bild dann nur noch so groß wie ein 55-cm-Fernseher im 4:3-Format. Links und rechts im Bild erscheinen schwarze Balken.

Fast flimmerfrei

Die getesteten Fernsehgeräte liefern ruhige, fast flimmerfreie Bilder. Ein Vorteil der 100-Hertz-Technik. Jedes empfangene Fernsehbild wird digitalisiert, gespeichert und zweimal als Halbbild gezeigt. Das funktioniert sehr gut bei wenig bewegten Bildern, und bei Videotext. Nachteil der 100-Hertz-Technik: Schnelle Bewegungen können etwas verwischen. Mit bloßem Auge ist dieser Kometeneffekt heute kaum noch sichtbar. Trotzdem gilt: Nur zwei Geräte kommen mit schnellen Bewegungen gut zurecht: Grundig MW 82–3112 und Philips 28 PW 8807. Die 100 Hertz-Technik gibt es auch bei normalen 4:3-Geräten.

Teure Schwergewichte

Fazit: Wer nur gelegentlich Fernsehen guckt, kauft besser ein Standardgerät im Format 4:3. Für Spielfilmfans ist ein breiter Bildschirm erste Wahl. Am besten ein großes 82-cm-Gerät. Die Testsieger von Philips und Grundig kosten jeweils um 1.200 Euro. Das große Bild hat allerdings auch Gewicht: Die 82-cm-Geräte wiegen bis zu 64 Kilogramm. Nicht jedes Regal hält soviel aus.

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