0 190-Dienste Meldung

Die Preisansagepflicht gilt für 0190-Dienste übers Handy erst nächstes Jahr.

Gegen den Missbrauch mit 0 190- und 0 900-Telefonnummern gibt es jetzt ein Gesetz. Danach muss eine kostspielige 0 190-Internetverbindung spätestens nach einer Stunde gekappt werden. Zudem hat der Verbraucher einen Auskunftsanspruch gegenüber der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (Tel. 0 180 5/10 10 00). Von der Behörde soll der Verbraucher erfahren, wer sich hinter einer 0 190-Nummer verbirgt.

Noch immer werden Verbraucher massenhaft über Einwählprogramme (Dialer) abgezockt, die sich beim Surfen im Internet auf dem PC festsetzen und ­unbemerkt teure 0 190-Internetverbindungen herstellen. Hinterher stehen unbekannte Positionen auf der Telefonrechnung.

Das Gesetz verlangt außerdem von den 0 190er- und von den 0 900er-Diensten, dass sie den Verbraucher vor der Wahl der Nummern über die Preise informieren. Die Verbindung zu den teuren Servicerufnummern darf in Zukunft nur noch maximal 2 Euro pro Minute und höchstens 30 Euro für eine einmalige Einwahl kosten.

Ob das Gesetz wirklich hilft, ist zweifelhaft. 0 137-Nummern etwa sind vom Gesetz nicht erfasst. Außerdem: Wer sich in einem Monat täglich für jeweils 30 Euro, ohne es zu wissen, über einen betrügerischen Dialer ins Internet einwählt, bekommt immer noch die stolze Summe von 900 Euro in Rechnung ­gestellt.

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