Unsere Auswahl: Warum bekannte Versicherer fehlen
Wir haben diesmal nur die Senioren-Unfallversicherungen in unsere Tabellen aufgenommen, die unseren Anforderungen genügten. Angebote bekannter Versicherer wie Allianz, Ideal, Nürnberger oder Provinzial Rheinland fehlen.
Bei manchen liegt das daran, dass sie die Hilfeleistungen nicht in dem von uns geforderten Umfang bieten. So bietet die Nürnberger nur bis zu vier Wochen Pflegeleistungen, bei der Provinzial Rheinland gibt es fast alle Hilfen nur bis zu drei Monate.
Viele andere zahlen dem Kunden bei einem bleibenden Gesundheitsschaden eine Rente. Von solchen Policen raten wir Senioren ab. Für sie ist es besser, wenn sie einmalig einen größeren Betrag erhalten.
Dieses Geld ist sofort verfügbar, wenn es zum Beispiel für einen Wohnungsumbau benötigt wird. Ist noch etwas übrig, können Versicherte es anlegen und laufende Kosten daraus bestreiten. Sollte jemand kurz nach einem Unfall sterben, kann er das Geld vererben. Das geht mit einer Rente nicht.
Hinzu kommt eine weitere Hürde, die dazu führt, dass Senioren aus einer Unfallpolice mit Rentenleistung oft überhaupt kein Geld erhalten: In der Regel zahlt der Versicherer nämlich erst ab einer Invalidität von 50 Prozent. Das entspricht einer schweren Schädigung – zum Beispiel dem Verlust eines Auges.
Häufig sind ältere Menschen körperlich außerdem bereits durch Krankheiten beeinträchtigt. In so einem Fall wird vom festgestellten Invaliditätsgrad wieder etwas abgezogen. Ist jemand schon sehbehindert und verliert durch einen Unfall ein Auge, bekommt er möglicherweise nicht die für eine Rente erforderlichen 50 Prozent Invalidität zuerkannt.
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