Autoversicherung: Kind in der Familie
Fahrer mit minderjährigen Kindern bekommen oft Rabatt. Sind die Kinder jedoch 18 Jahre alt und nutzen den Wagen der Eltern auch, kostet dies viel mehr Beitrag.
Familienväter fahren vorsichtiger. Das zeigt die Statistik. Und weil die Versicherer immer die Statistik zur Hilfe nehmen, um ihre Tarife genau auf den einzelnen Kunden zuschneiden zu können, bringt ein Kind unter 16 Jahren in der Familie dem Kunden bei vielen Versicherern Rabatt.
Sind Sohn oder Tochter aber schon 18 Jahre alt und haben gerade den Führerschein gemacht, sieht die Sache ganz anders aus. Fahranfänger gelten bei den Versicherern als „schlechtes Risiko“, weil sie eher einen Unfall bauen.
Weil der 50-jährige Beamte in unserem Modell 5 seinen 18-jährigen Sohn ans Steuer lässt, muss er einen höheren Beitrag zahlen. Würde er ausschließlich selbst fahren, wäre die Versicherung viel günstiger als unten angegeben.
Hinzu kommt das Risiko, dass der Sohn mit Papas Wagen einen Unfall baut. Dann wäre die günstige Schadenfreiheitsklasse dahin. Der bisher immer noch günstige Beitrag stiege drastisch.
Die junge Familie in der Schadenfreiheitsklasse 6 (Modell 6) kann sich erst gar nicht so günstig versichern wie der Beamte mit Schadenfreiheitsklasse 18.
Sollte die Familie irgendwann ein Zweitauto anschaffen, kann sie dieses Fahrzeug auf jeden Fall mit einem Beitragssatz von 140 Prozent in der Haftpflicht und 115 in der Vollkasko versichern. Doch es lohnt sich, nach besseren Angeboten Ausschau zu halten.
So stufen die Gesellschaften Direct Line, KarstadtQuelle, Kravag und Volkswohl Bund unter bestimmten Voraussetzungen den Zweitwagen oder das Fahrzeug des Partners in dieselbe Schadenfreiheitsklasse wie das Erstfahrzeug ein. Wer also einen günstigen Beitrag zahlt, weil er schon viele Jahre unfallfrei fährt, kann dann seinen Zweitwagen sehr günstig versichern.
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Tabelle: Modell 5: Der Vater mit dem Sohne
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