Private Krankenversicherung: Hohe Kosten für Abschluss neuer Verträge

Private Krankenversicherung Meldung

finanztest 09/2009

Die privaten Krankenversicherer geben immer mehr Geld aus, um Kunden zu gewinnen. Das rechnen sie in den Beitrag ein.

Höhere Abschlusskosten. Die privaten Krankenversicherungsunterneh­men haben im vergangenen Jahr 2,55 Milliarden Euro für Abschlusskosten ausgegeben. Das waren 7,1 Prozent mehr als im Jahr zuvor, wie aus dem jüngsten Rechenschaftsbericht des Verbandes der privaten Krankenversicherung hervorgeht. Zu den Abschlusskosten zählen die Provisionen für Vertreter und die Aufwendungen für das Bearbeiten des Versicherungsantrags und für die Risikoprüfung. All diese Kosten für den Abschluss werden in die Beiträge der Neukunden einkalkuliert.

Weniger Neukunden. 2008 waren 8,62 Millionen Menschen in der privaten Krankenversicherung vollversichert – 69 800 mehr als im Vorjahr. Im Jahr 2000 waren es noch 137 400 Vollversicherte mehr als im Jahr zuvor. Insgesamt hatten im Jahr 2000 7,49 Millionen Menschen einen Vertrag.

Schwieriger Verkauf. Die Abschlusskosten für alle Neuverträge waren im Jahr 2000 erheblich niedriger als 2008 – und dies trotz des fast doppelt so hohen Kundenzugangs. Damals betrugen die Abschlusskosten noch 1,92 Milliarden Euro, also 630 Millionen Euro weniger als 2008. Die sprunghaft gestiegenen Kosten begründete der Branchenverband mit den „extremen Vertriebsanstrengungen“ des vergangenen Jahres.

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