Senioren-Unfallversicherung: Tipps
09.01.2006
- Altverträge. Behalten Sie möglichst eine bestehende „normale“ Unfallversicherung - vor allem, wenn Sie vom Versicherer organisierte Hilfeleistungen nicht benötigen. Eine normale Police ist oft leistungsstärker und preisgünstiger als ein Senioren-Spezialtarif, selbst wenn sie im höheren Alter Beitragszuschläge zahlen müssen.
- Check. Prüfen Sie Ihren Altvertrag: Eine gute Unfallversicherung sollte mindestens eine Versicherungssumme von 100 000 Euro sowie mindestens eine 300er Progression haben und nicht deutlich mehr als 200 Euro im Jahr kosten. Idealerweise führt Ihr Versicherer die Unfallpolice unbegrenzt zu Normalkonditionen fort. Weitere Informationen zu Unfallversicherungen finden Sie in einem Online-Test, in Finanztest 6/2005 oder online komplett + interaktiv. Informationen zu Unfallrentenversicherungen finden Sie in Finanztest 10/2005 oder online komplett + interaktiv.
- Unterschiede.Auch bei Senioren-Unfallversicherungen gibt es große Unterschiede. Von 36 Angeboten im Test haben nur sieben einen höheren Leistungsumfang: Sie bieten beispielsweise Hilfeleistungen oder zahlen auch bei Oberschenkelhalsbruch immer in voller Höhe. Diese leistungsstarken Angebote finden Sie im Testkompass. Weitere Infos zu Senioren-Unfallversicherungen in Finanztest 1/2006 oder komplett + interaktiv.
- Hilfeleistungen. Eine Seniorenpolice mit Hilfeleistungen ist für Sie sinnvoll, wenn Sie Hilfe im Ernstfall nicht selbst organisieren wollen oder können. Achten Sie darauf, dass die Versicherung die gewünschten Hilfen erbringt oder bezahlt und nicht nur vermittelt.
- Bedingungen. Schließen Sie eine Versicherung ab, die Hilfe leistet und die Folgen eines Oberschenkelhalsbruchs absichert. Vorerkrankungen sollten bei der Bemessung der Invalidität so wenig wie möglich ins Gewicht fallen. Lesen sie das Kleingedruckte im Vertrag.
- Geldleistung. Achten Sie darauf, dass Sie im Falle einer Invalidität oder Pflegebedürftigkeit genug Geld bekommen. Günstige Angebote mit höherem Leistungsumfang, bei denen Sie neben der monatlichen Rente eine Kapitalsumme erhalten, gibt es bei DBV, DBV-Winterthur und Gerling. Günstige Tarife mit einmaliger Kapitalzahlung bieten Basler Securitas, Ostangler, PVAG und Signal Iduna. Tarife mit reiner Rentenzahlung machen wenig Sinn.
- Gesundheit. Beantworten Sie im Versicherungsantrag Fragen zu ihrer Gesundheit korrekt. Informieren Sie auch über Unfälle in der Vergangenheit. Ansonsten riskieren Sie den Versicherungsschutz. Findet der Versicherer später heraus, dass jemand eine schwere Krankheit verschwiegen hat, kann er vom Vertrag zurücktreten.
- Abschluss. Sie können bei Vertragsschluss oft zwischen einem Ein-, Drei- oder Fünfjahresvertrag wählen. Wenn die Qualität des Angebots stimmt, wählen Sie ruhig einen mehrjährigen Vertrag. Sie sparen gegenüber einem Einjahresvertrag, da die Beiträge je nach Versicherer um etwa 5 bis 15 Prozent geringer sind. Sie erhalten weitere Betragsrabatte, wenn Sie den Vertrag als Ehepaar gemeinsam abschließen.
- Kündigung. Sie können den Vertrag jeweils zum Ende des Versicherungsjahres mit einer Frist von drei Monaten kündigen, ebenso Ihr Versicherer. Bei einem Fünfjahresvertrag können Sie frühestens zum Ende des fünften Jahres kündigen. Danach verlängert sich der Vertrag ebenso wie ein Einjahresvertrag automatisch um je ein weiteres Jahr. Danach können beide Seiten jährlich kündigen.
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