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Private Haftpflichtversicherung: Hoffentlich versichert

Private Haftpflichtversicherung Test

28.03.2006

Eine private Haftpflichtversicherung ist wichtig. Denn jeder haftet für Schäden, die er selbst verursacht - notfalls mit dem gesamten Vermögen. Ohne Absicherung kann das gerade bei großen Schäden schnell zum finanziellen Ruin führen. Teuer ist die Absicherung mit rund 100 Euro pro Jahr nicht. Allerdings: Je nach Lebenssituation benötigen Kinderlose, Eltern, Mieter oder Hausbesitzer andere Policen. Stiftung Warentest online nennt gute Tarife und sagt, welche Risiken abgesichert werden müssen.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test: Private Haftpflichtversicherung

Private Haftpflichtversicherung

Auch bei Fahrlässigkeit

Die Haftpflichtversicherung zahlt für Sach- oder Personenschäden, die der Versicherte verursacht. Das gilt selbst dann, wenn er fahrlässig gehandelt hat. Neben Ehe- oder Lebenspartner sind auch Kinder bis zum Ende ihrer Ausbildung mitversichert. Wichtig ist vor allem die Versicherungssumme. Sie sollte pauschal bei mindestens 3 Millionen Euro liegen. Bei geringeren Summen ist der Versicherte möglicherweise nicht ausreichend geschützt. So kann etwa ein schwerer Unfall mit Personenschaden leicht in die Millionenhöhe gehen.

Die Tarife ähneln sich im Wesentlichen und bieten einen vergleichbaren Schutz. So sind etwa bei allen getesteten Tarifen Schäden am Gebäude versichert, die durch häusliche Abwässer (zum Beispiel verstopfte Rohre) entstehen. Auch Halter von Kleintieren wie Katzen sind immer abgesichert, wenn das Tier einen Schaden anrichtet. Darüber hinaus bieten die Versicherer viele weitere Zusatzleistungen an. Um den Überblick zu behalten, hat Finanztest einen Grundschutz definiert, den jeder haben sollte. Neben einer ausreichend hohen Versicherungssumme sollten Allmählichkeitsschäden, Schäden durch die Lagerung gewässergefährdender Stoffe und Schäden im Zusammenhang mit dem Hüten fremder Hunde auch mit mindestens drei Millionen Euro, Mietsachschäden mit mindestens 300 000 Euro gedeckt sein.

Individuelle Absicherung

Welche Leistungen über diesen Grundschutz hinaus wichtig sind, hängt von der individuellen Lebenssituation ab. So benötigen Hausbesitzer eine Police, die zusätzlich Bauvorhaben bis zu einer Bausumme von mindestens 50 000 Euro versichert. Dann sparen sie für spätere Umbauarbeiten die Bauherren-Haftpflicht. Mieter dagegen sollten das Risiko von Verlusten fremder Schlüssel mit mindestens 5 000 Euro absichern lassen. Denn wer seinen Haustürschlüssel verliert, muss unter Umständen den Austausch der gesamten Schließanlage im Haus bezahlen. Hunde- und Pferdebesitzer benötigen sogar eine eigenständige Tierhalterhaftpflicht-Versicherung: Diese Schäden sind durch die private Haftpflichtversicherung nicht mehr gedeckt.

Günstige Angebote oft schlechter

Der Testkompass zeigt die besten Tarife für unterschiedliche Lebenssituationen. Durchschnittlich muss niemand mehr als 100 Euro für die Absicherung ausgeben. Es gibt zwar auch deutlich günstigere Tarife, doch diese bieten oft nicht denselben Leistungsumfang wie die Policen des Testkompasses.

Versicherer zahlt nicht

Wenn jemand absichtlich einen anderen verletzt oder etwas zerstört, zahlt die Haftpflicht-Versicherung nicht. Auch bei Missgeschicken innerhalb einer Familie gibt es kein Geld, wenn alle durch denselben Vertrag abgesichert sind. Auch Schäden an gemieteten oder geliehenen Sachen sind oft nicht mitversichert.

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10.02.2012 . © Stiftung Warentest. Alle Rechte vorbehalten. Twitter Facebook YouTube Stiftung Warentest im Netz: