Special Zähne: Weitere Probleme
24.09.2009
Neben Karies oder einer Zahnfleischentzündung gibt es weitere Probleme. Auch bei diesen gilt: Eine Behandlung durch den Zahnarzt ist in den meisten Fällen ratsam - je eher, desto besser.
Aphthen. Kleine runde oder ovale, offene Stellen in der Mundschleimhaut. Sie sind harmlos, verursachen aber oft Schmerzen. Normalerweise heilen sie nach ein paar Tagen vollständig ab. Befallen Sie größere Stellen, können auch Fieber, Mundgeruch und geschwollene Halslymphknoten hinzukommen. Derzeit gibt es noch kein heilendes Medikament. Die angebotenen Mittel lindern nur die Beschwerden. Bei größeren Entzündungen dauert die Heilung meist ein bis zwei Wochen.
Veränderte Mundschleimhaut. Soor, eine Pilzerkrankung mit weißlichem Belag auf der Mundschleimhaut, ist häufig bei Kleinkindern. Bei älteren Menschen tritt er meist aufgrund einer schlecht sitzenden Zahnprothese auf. Die Behandlung erfolgt mit Anti-Pilzmitteln.
Mundgeruch. Meist entsteht Mundgeruch durch Bakterien, die den Zungenrücken besiedeln. Aber auch Speisereste zwischen den Zähnen oder sogar Entzündungen, etwa in Zahnfleischtaschen, können Mundgeruch verursachen. Bis ins Letzte erforscht ist das Problem noch nicht. Angebotene Mittel wie Sprays, Tabletten oder Kaugummis können den Mundgeruch nur unterdrücken, beseitigen aber nicht die Ursache.
Zähneknirschen. Stress und seelische Probleme sind meist Ursache für den Bruxismus. Folge sind oft abgeriebene Zähne, die sich im Extremfall sogar lockern können, dazu Schmerzen im Kiefergelenk, Schäden am Zahnersatz und Muskelverspannungen. Hilfe schaffen Knirschschienen, ähnlich dem Zahnschutz eines Boxers, psychologisch-psychotherapeutische Behandlungen und Medikamente. Letzere können alelrdings nur die Symptome lindern.
Empfindliche Zahnhälse. Mit den Jahren zieht sich das Zahnfleisch zurück und die Zahnhälse liegen frei. Diesen fehlt aber der schützende Zahnschmelz. Reize können daher leichter an das Zahnmark (Pulpa) gelangen. Ursache sind neben dem Alter auch falsches Putzen, ungünstige Zahnstellungen, nächtliches Knirschen oder eine schlechte kieferorthopädische Versorgung. Betroffene sollten ihre Putzgewohnheiten ändern. Zudem helfen Spezialzahnpasten unterstützend bei der Behandlung durch den Zahnarzt.
Zahnstein. Bleibt Zahnbelag längere Zeit ungestört am Zahn haften, nimmt er mineralische Bestandteile des Speichels auf und wird hart - Zahnstein ist entstanden. Er tritt besonders dort auf, wo viel Speichel gebildet wird. Zahnstein muss regelmäßig vom Zahnarzt entfernt werden.
Schmerzen. Gründe gibt es viele: Entzündung des lebenden Zahnmarks durch tiefe Karies, im Knochen um die Wurzelspitze oder in Zahnfleischtaschen um einen Zahn herum, sowie empfindliche Zahnhälse oder Fehlbelastungen der Zähne durch Knirschen und Pressen. Es gilt: Bei starken, anhaltenden sowie immer wiederkehrenden Zahnschmerzen sollten Betroffene zum Zahnarzt gehen. Denn werden schmerzende Zähne nicht behandelt, kann das Zahnmark (Pulpa) absterben.
Kieferorthopädie. Fast jedes zweite Kind in Deutschland unterzieht sich einer Behandlung beim Kieferorthopäden. Im Buch Kieferorthopädie der Stiftung Warentest erfahren Eltern, wann der richtige Zeitpunkt für die Behandlung ist und welche Möglichkeiten der Korrektur es gibt.
Lesen Sie auf der nächsten Seite:
Beim Zahnarzt
Dieser Artikel ist hilfreich. Nutzer finden das hilfreich.
Schreiben Sie bitte einen Kommentar
Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen.
Jetzt einloggen oder Neu registrieren.
Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice

Kommentare (0)
weitere Kommentare anzeigen