Riester-Rente: Fragen zu Riester-Vertragstypen
26.11.2007
Empfehlung für Bauherren
Frage: Warum empfehlen Sie denjenigen, die noch ein Haus oder eine Wohnung bauen oder kaufen wollen, einen Banksparplan?
Finanztest-Antwort: Nur mit einem Riester-Banksparplan ist der Sparer von Anfang an im Plus. Die Kosten sind niedrig und eine Verzinsung ist sicher. Der Sparer kann gut kalkulieren, welche Summe ihm zur Verfügung stehen wird, wenn er später Kapital für eine Hausfinanzierung „ausleihen“ will. Beim Fondssparplan kann durch Kursschwankungen zwischendrin auch einmal weniger Kapital im Topf sein. Bei Riester-Rentenversicherungen sind die Kosten besonders in den ersten Jahren meist höher, sodass zunächst weniger Kapital zur Verfügung steht.
Fondspolicen kontra klassische Riester-Rentenversicherung
Frage: Sie raten vom Abschluss einer Riester-Fondspolice ab. Was sind eigentlich Fondspolicen und warum sind Sie nicht dafür?
Finanztest-Antwort: Fondsgebundene Riester-Rentenversicherungen, kurz Fondspolicen genannt, werden von Lebensversicherern angeboten und das zuhauf. Das Kundengeld fließt hier zu einem nicht unbeträchtlichen Teil in Investmentfonds. Unterschieden werden reine Fondspolicen und Hybridangebote. Bei den reinen Fondspolicen sagt der Versicherer dem Kunden nur das mindestens zu, was vom Gesetz verlangt wird, nämlich dass zum Rentenbeginn mindestens so viel Geld im Topf ist, wie der Kunde selbst eingezahlt hat und was an Zulagen hinzukam. Eine verbindliche Mindestverzinsung des Sparanteils im Beitrag, wie es sie bei der klassischen Riester-Rentenversicherung in Höhe von derzeit 2,25 Prozent gibt, wird Kunden nicht garantiert. Der Kunde trägt das Anlagerisiko also weitgehend selbst.
Abgeschwächte Fondspolicen stellen die sogenannten Hybridangebote dar. Hier erhält der Kunde wie beim klassischen Produkt eine Zinszusage in Höhe von 2,25 Prozent. Nur das, was darüber hinaus erwirtschaftet wird, die Überschüsse, wird in Fonds investiert.
Nachteil von Fondspolicen ist, dass trotz der Minimalgarantie beziehungsweise trotz der größeren Unsicherheit, die ein Hybridangebot im Vergleich zu klassischen Form der Riester-Rentenversicherung mit sich bringt, Kunden bei diesen Policen mit den ungünstigen Kosten für das Versicherungskorsett konfrontiert sind. Finanztest empfiehlt diese Verträge deshalb nicht. Die Produkte sind nichts Halbes und nichts Ganzes. Fondsinteressenten sind mit Riester-Fondssparplänen gut bedient. Die Auswahl ist zwar überschaubar, aber groß genug, dass jeder Interessent etwas finden sollte. Nur für Kunden mit Spezialwünschen, etwa nach Ökofonds, kann eine Riester-Fondsversicherung ausnahmsweise sinnvoll sein.
Fondspolicen kontra Fondssparpläne
Frage: Sie empfehlen Riester-Fondssparpläne, aber keine Riester-Rentenversicherungen mit Fonds. Was genau ist denn der Unterschied?
Finanztest-Antwort: Wie oben bereits erklärt: Ein Fondssparplan besteht nur aus Fonds. Eine fondsgebundene Riester-Rentenversicherung, auch Fondspolice genannt, besteht aus Fonds und zusätzlich aus einer Versicherung. Obwohl Ihnen eine reine Riester-Fondspolice in etwa dasselbe bietet wie ein Riester-Fondssparplan, kostet sie mehr. Beide, die fondsgebundene Riester-Versicherung und der Riester-Fondssparplan bieten Ihnen eine Garantie auf Ihre Einzahlungen plus die Zulagen. Höhere Garantien sind bei Fondspolicen möglich, wenn der Vertrag vorsieht, keine Beitragsanteile für Investmentfonds zu berücksichtigen und nur anfallende Überschüsse des Versicherers in Fonds fließen zu lassen
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Fragen zu Fondssparplänen
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