Sie sind hier: Startseite > Tests > Versicherung + Vorsorge > Meldungen

Zusatzversicherungen: Günstige Lückenfüller

Zusatzversicherungen Meldung

test 08/2008

PDF-Download

Viele Kassenpatienten wollen sich zusätzlich privat absichern. Unsere Analyse zeigt günstige Angebote.

Neue Zähne sind teuer – warum also keine Versicherung, die die Kosten übernimmt? Fast elf Millionen Kassenmitglieder haben bereits eine Zahnzusatzversicherung, das Geschäft boomt. Doch was viele Kunden nicht wissen: Die Leistungen sind sehr unterschiedlich. Je nach Tarif kann es sein, dass ein Kunde zum Beispiel für ein Implantat, das rund 1 800 Euro kostet, über 1 000 Euro von der Versicherung bekommt oder auch gar nichts. Da hilft unser Computerservice: Wir finden für Sie Verträge, die zu Ihrem Versicherungswunsch passen.

Zahnzusatzversicherung

Zum Beispiel wirbt die Karstadt-Quelle Versicherung, auf den 50-prozentigen Festzu­schuss der Krankenkasse die noch fehlenden 50 Prozent draufzulegen. Doch der Teufel steckt im Detail: Vollen Kostenersatz bekommt nur, wer sich tatsächlich mit der Kassenversorgung zufriedengibt. Wer hingegen Extras möchte, zahlt kräftig drauf.

Immer mehr Versicherte wollen zum Beispiel lieber ein Implantat statt der üblichen Brücke. Die Kasse zahlt aber nur 50 Prozent Festzuschuss für die Brücke – das sind 279,03 Euro. Von Quelle gibt es weitere 279,03 Euro. Für den Implantat-Kunden bleiben so immer noch über 1 200 Euro, die er aus eigener Tasche zahlen muss.

Ganz billig sind Zahnzusatzversicherungen nicht. Gute Tarife kosten einen 43-jährigen Neukunden 20 bis 30 Euro monatlich. Dabei ist die Police nicht wirklich nötig. Wem die Regelversorgung der Kasse reicht, der zahlt auch bei aufwendigen Behandlungen kaum mehr als 300 bis 400 Euro zu.

Ergänzungsversicherung

Den Zahnschutz gibt es als selbstständige Zusatzversicherung oder im Rahmen einer Ergänzungsversicherung. Die gewährt dann auch Kostenzuschüsse für Heilpraktiker, für Brillen und Kontaktlinsen oder übernimmt Behandlungen im Ausland. Die meisten Ergänzungsleistungen werden nur als Paket angeboten. Wer beispielsweise nur eine Kostenübernahme für Heilpraktikerbehandlungen wünscht, muss auch weitere Leistungen hinzukaufen.

Krankenhaus-Zusatzversicherung

Ein wichtiger zusätzlicher Schutz für Kassenpatienten ist die stationäre Zusatzversicherung. Sie greift, wenn der Patient ins Krankenhaus muss. Damit kann er zum Beispiel bei einer lebensbedrohlichen Erkrankung oder nach einem schweren Unfall in ein renommiertes Krankenhaus mit angesehenen Professoren gehen und dort den Chefarzt verlangen. Ein normaler Kassenversicherter hingegen würde ins nächstgelegene geeignete Krankenhaus kommen und dort von den dienstha­benden Ärzten versorgt. Eine bessere Klinik oder den Chefarzt bekäme er nur, wenn es medizinisch notwendig ist – und darüber entscheidet nicht er selbst, sondern der zuständige Sachbearbeiter seiner Krankenkasse.

Die „Wahlleistung Arzt“ sollte dann aber unbedingt im Vertrag enthalten sein. Auch der Anästhesist, der Röntgenarzt und alle anderen rechnen dann privat ab. Grundlage ist die Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Üblicherweise wird nur der 2,3-fache Satz (Regelhöchstsatz) berechnet, aber der Chefarzt kann auch bis zum Höchstsatz (3,5-fach) gehen – was im Krankenhaus nicht selten ist. Gefragte Professoren gehen sogar über den Höchstsatz hinaus.

Versichern lässt sich auch die Unterbringung in einem Ein- oder Zweibettzimmer. Notwendig ist das nicht wirklich, denn diesen Luxus können Patienten, die das un­bedingt wünschen, auch selbst bezahlen. Ein Einbettzimmer kostet meist zwischen 50 und 100 Euro Zuschlag pro Tag, ein Zweibettzimmer 20 bis 50 Euro.

Verträge für eine Krankenhaus-Zusatzversicherung mit Chefarztbehandlung und Einbettzimmer kosten für 43-jährige Frauen ab etwa 35 Euro Monatsbeitrag, gleich alte Männer zahlen ab etwa 40 Euro. Eine 53-jährige Neukundin müsste schon mit 45 bis 60 Euro monatlich rechnen, eine 63-Jährige mit mindestens 60 bis 80 Euro. Allerdings prüfen die Versicherungsgesellschaften immer den Gesundheitszustand, bevor sie einen Kunden annehmen.

Unsere Analyse Zusatzversicherungen für Kassenpatienten nennt Ihnen leistungsstarke und preisgünstige Angebote.

Dieser Artikel ist hilfreich. Nutzer finden das hilfreich.

Kommentare (0)

weitere Kommentare anzeigen

Alle Kommentare anzeigen

Schreiben Sie bitte einen Kommentar

Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen. Jetzt einloggen oder Neu registrieren.
Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice

10.02.2012 . © Stiftung Warentest. Alle Rechte vorbehalten. Twitter Facebook YouTube Stiftung Warentest im Netz: