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Spargeräte Wäschetrockner: Nur noch mit Wärmepumpe

Spargeräte Wäschetrockner Test

21.12.2011

Geht doch! Strom sparen durch Technik – dank der Wärmepumpe im modernen Wäschetrockner. Damit sinken die Stromkosten gegenüber herkömmlichen Geräten um etwa 60 Prozent oder 77 Euro im Jahr. Nur das Trocknen auf der Leine ist noch günstiger.

Spargeräte Wäschetrockner

Wäschetrockner gelten als Energieverschwender

Ihr Ruf ist nicht der Beste. Wäschetrockner gelten als Stromfresser und Energieverschwender. Zu Recht, denn selbst aktuelle Kondensationstrockner mit herkömmlicher Technik verheizen pro Trockengang meist noch immer zwischen 3 und 4 Kilowattstunden. Im Vergleich: Waschmaschinen benötigen für die 40-Grad-Wäsche nur etwa 0,8 Kilowattstunden. Kommt der Wäschetrockner dreimal in der Woche zum Einsatz, geht das gehörig ins Geld – im schlimmsten Fall summieren sich die Stromkosten auf 156 Euro pro Jahr.

Sparsame Trockner mit Wärmepumpe

Doch es geht auch anders. Seit ein paar Jahren gibt es Kondensationstrockner mit eingebauter Wärmepumpe. Vorteil: Kostbare Wärmeenergie verpufft nicht ungenutzt im Bad oder Keller, sondern wird erneut genutzt. Im Ergebnis trocknet die Wäsche bei den besten Modellen schon bei rund 1,5 Kilowattstunden. Das Stromsparpotenzial gegenüber einem herkömmlichen Kondensationstrockner: etwa 60 Prozent oder 77 Euro pro Jahr. Das lohnt sich. Nach einer Nutzungszeit von 15 Jahren summieren sich die eingesparten Stromkosten auf stattliche 1 155 Euro.

Billiger dafür aber längere Trocknungszeiten

Weiterer Vorteil der neuen Wärmepumpentrockner: Sie werden immer preiswerter. Gute Geräte wie den Beko DPU 7340 X gibt es bereits für rund 500 Euro. Stromfressende herkömmliche Trockner sind da nicht viel billiger. Kleiner Wermutstropfen: Die Geräte brauchen tendenziell länger als Kondensationstrockner ohne Wärmepumpe. Im aktuellen test Wäschetrockner 1/2012 sind zwei Stunden fast schon die Regel.

Es geht auch gratis

Doch das Trocknen geht noch billiger: Mit der Wäscheleine. Das dauert zwar entschieden länger, kostet dafür aber auch nichts. Im Vergleich: Selbst der beste getestete Trockner mit Wärmepumpe verursacht immer noch etwa 50 Euro an Stromkosten pro Jahr. Die Sonne arbeitet dagegen gratis. Vor allem in den Sommermonaten ist sie unschlagbar. Anders das Bild zur Winterzeit. Zum schnellen Trocknen benötigt das nasse T-Shirt geschlossene und möglichst warme Räume. Im Gegenzug entzieht es der Umgebungsluft dafür aber Energie und reichert sie mit Feuchtigkeit an. Beides schlägt sich negativ auf Heizkosten und potenziellen Schimmelbefall nieder.

Vorgehensweise

Im Vergleich: 14 Kondensationstrockner mit Wärmepumpe und 17 ohne. Aus den Stromverbrauchswerten aller Wäschetrockner der Testjahrgänge 2009 und 2012 errechneten die Tester den Stromverbrauch für ein Jahr. Das Nutzerprofil: 3-mal Trocknen pro Woche und 1 Stunde Standby nach dem Trocknen. Die restliche Zeit ist das Gerät ausgeschaltet. Für die Berechnung der Stromkosten flossen ein Preis von 24 Cent je Kilowattstunde und eine durchschnittliche Nutzungszeit von 15 Jahren in die Kalkulation ein.

Dreifache Stromkosten

In der Tabelle Wäschetrockner benötigt das sparsamste Modell in 15 Jahren Strom für 756 Euro. Dagegen fallen mit 2 344 Euro dreimal mehr beim gefräßigsten Gerät an – natürlich ohne Wärmepumpe. Im Schnitt reduzieren die Pumpen die Stromkosten um rund 60 Prozent. Besonderheit im Test: Alle Trockner mit Wärmepumpe erhielten auch insgesamt das test-Qualitätsurteil gut. Hingegen kam kein einziger herkömmlicher Kondensationstrockner über ein befriedigend hinaus.

Vollständige Testergebnisse

Spargeräte Wäschetrockner Test

Die in diesem Test aufbereiteten Informationen sind Bestandteil der Klimaschutzkampagne des Bundesumweltministeriums. Der Schwerpunkt der Kampagne zielt auf dem Energieverbrauch der getesteten Produkte. Die kompletten Testergebnisse zur Funktion der Geräte finden Sie unter:
test Wäschetrockner 10/2009 und test Wäschetrockner 1/2012
Informationen zu anderen im Rahmen der Klimaschutzkampagne aufbereiteten Produktkategorien finden Sie auf der
Startseite der Klimaschutzkampagne.

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08.02.2012 . © Stiftung Warentest. Alle Rechte vorbehalten. Twitter Facebook YouTube Stiftung Warentest im Netz: