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Spargeräte Portionskaffeemaschinen: Kosten des Kaffeekicks

Spargeräte Portionskaffeemaschinen Test

18.11.2009

Bescheiden: Etwa 1 Cent – das kostet der Strom, der für die Zubereitung von zwei Tassen Kaffee mit einer Portionskaffeemaschine nötig ist. Doch auf Dauer summieren sich die Stromkosten: Nach sechs Jahren liegen sie schon zwischen 29 und 94 Euro. Kostentreiber: langes Vorheizen und eine energieintensive Bezugsbereitschaft.

Spargeräte Portionskaffeemaschinen

Espresso- oder Portionskaffeemaschine?

Pad-, Kapselmaschinen oder reine Vollautomaten – zahlreich und vielfältig sind die Wege zum morgendlichen Kaffeeglück. Allen gemein: ohne Strom geht nix. Bei täglich zwei Tassen Kaffee mit einer Portionskaffeemaschine summieren sich die Stromkosten nach sechs Jahren im Mittel auf 57 Euro. Die Espressomaschinen sind im Schnitt mit 69 Euro dabei, brühen dafür aber auch täglich vier Tassen. Fast noch wichtiger als die Technik ist das jeweilige Einzelgerät. Die Unterschiede beim Stromverbrauch sind enorm – variieren zum Teil um den Faktor 3. Beispiel: Die gefräßige Philips Senseo Latte Select verursacht Stromkosten von 94 Euro. Dreimal bescheidener die Tassimo T40 von Bosch. Stromkosten nach sechs Jahren: 29 Euro.

Vorgehensweise

Im Vergleich: Elf Portionskaffeemaschinen - neun davon mit Milchfunktion. Aus den Stromverbrauchswerten aller Modelle errechneten die Tester den Stromverbrauch für ein Jahr. Das Nutzungsszenario: Tägliche Zubereitung von vier Tassen Kaffee, morgens zwei und am Nachmittag zwei. Dazu sind die Geräte täglich acht Stunden an und 16 Stunden ausgeschaltet. Für die Berechnung der Stromkosten flossen ein Preis von 22 Cent je Kilowattstunde und eine durchschnittliche Nutzungszeit von sechs Jahren in die Kalkulation ein.

Kostentreiber Vorbrühen und Bezugsbereitschaft

Allen 2009 getesteten Portionskaffeemaschinen gemeinsam ist, dass sie Wasser per Durchlauferhitzer erwärmen. Das spart Energie: Die Maschinen erhitzen nur die wirklich benötigte Wassermenge. Für den Stromverbrauch wichtiger ist aber die Frage: Was macht das Gerät vor und nach der Kaffeezubereitung? Die Fakten: Der Stromverbrauch während des Vorheizens, der Zeit der Bezugsbereitschaft und der Dauer bis das Gerät nach Benutzung automatisch in einen verbrauchsärmeren Zustand wechselt, belasten die Stromrechnung. Teurer Rekord: Die Tchibo Cafissimo. Zwei Stunden lang zieht sie stetig 18 Watt. Erst dann reduziert der „Dauerbrüter“ den Stromverbrauch. Fazit: Vorletzter Platz in der Tabelle Portionskaffeemaschinen. Im Gegensatz dazu die vier sparsamsten Geräte. Ist der Kaffee durchgelaufen, schalten sie sofort in den verbrauchsärmeren Standby-Modus.

Nur zwei Geräte haben Ausschalter

Einen wirklichen Ausschalter besitzen nur die beiden Bosch-Geräte. Die anderen Hersteller sparen sich dieses Equipment – zu Lasten des Energieverbrauchs, denn die Modelle ziehen weiter Strom. Immerhin: Die Kaffeemaschinen wechseln automatisch in eine Art Off-Mode. Der Stromverbrauch: maximal ein Watt. Damit erfüllen sie die neue EU-Verordnung über den Standby-Verbrauch von Elektrogeräten. Wer den heimlichen Stromraub ganz vermeiden möchte: Eine schaltbare Steckerleiste hilft.

Fast alle Geräte „Gut“

Strom sparen ist nicht alles. Deshalb enthält die Tabelle Portionskaffeemaschinen auch das Qualitätsurteil der Stiftung Warentest. Ergebnis: Bis auf zwei Geräte erhielten alle Portionskaffeemaschinen das test-Qualitätsurteil „gut“.

Vollständige Testergebnisse

Spargeräte Portionskaffeemaschinen Test

Die in diesem Test aufbereiteten Informationen sind Bestandteil der Klimaschutzkampagne des Bundesumweltministeriums. Der Schwerpunkt der Kampagne liegt auf dem Energieverbrauch der getesteten Produkte. Die kompletten Testergebnisse zur Funktion der Geräte finden Sie unter test Portionskaffeemaschinen 11/2009. Informationen zu anderen im Rahmen der Klimaschutzkampagne aufbereiteten Produktkategorien finden Sie auf der Startseite der Klimaschutzkampagne.

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09.02.2012 . © Stiftung Warentest. Alle Rechte vorbehalten. Twitter Facebook YouTube Stiftung Warentest im Netz: