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Spargeräte Net-, Notebooks und Bildschirm-PCs: Notebook schlägt PC

Spargeräte Net-, Notebooks und Bildschirm-PCs Test

24.11.2010

Schnelle Prozessoren und niedriger Stromverbrauch – geht das? Mit Notebooks kein Problem. Begrenzte Akkulaufzeiten machen Energie zur kostbaren Ressource – und lassen den Standard-PC alt aussehen.

Spargeräte Net-, Notebooks und Bildschirm-PCs

Personalcomputer versus Notebook

Gewonnen – und das jedes Jahr aufs Neue. Ginge es allein nur um den Stromverbrauch, hätte der PC keine Chance. In Sachen Energieeffizienz sind Net- und Notebooks nahezu konkurrenzlos. Moderne Geräte verbrauchen im Betrieb zwischen 9 und 57 Watt. Ein PC mit Monitor saugt im Schnitt 127 Watt. Doch hochgerüstete Computer kommen noch auf ganz andere Werte: Übertaktet und mit leistungsfähigen Grafikkarten ausgestattet, kann ein solcher „Spiele-PC“ durchaus 300 Watt und mehr aus der Energieleitung ziehen.

Vorbildliches Notebook?

Dass es auch anders geht, beweisen Net- und Notebooks. Ihr Stromverbrauch mutet regelrecht vorbildlich an. Während sich beim Desktop-PC Leistungsfähigkeit und 3D-Animationen im Stromverbrauch niederschlagen, bleibt der Laptop bescheiden. Der Grund ist einfach: Der interne Akku limitiert die Möglichkeiten. Strom ist nur begrenzt vorhanden und somit eine kostbare Ressource. Denn: Je mehr Strom der Laptop im Betrieb verbraucht, umso schneller sind die Akkus leer. Als Minimum sollte der Laptop zwei Stunden durchhalten. Die Devise der Hersteller lautet daher: Optimierung des Stromverbrauchs bei gleichzeitig steigender Leistung.

Zwitter Bildschirm-PC

Spargeräte Net-, Notebooks und Bildschirm-PCs Test

Neu auf dem Markt sind sogenannte Bildschirm-PCs, auch All-in-one-PCs genannt. Sie sind klobiger als der Laptop aber deutlich platzsparender als ein Standard-PC. Grund: Monitor und Rechner bilden eine Einheit. Die Bedienung erfolgt über einen Touchscreen - populär gemacht hat sie das iPhone. Beim Stromverbrauch landen die Zwittergeräte zwischen Laptop und Desktop-PC. Stromkosten pro Jahr: im Schnitt 23 Euro.

Aus ist nicht aus

Mehr als ärgerlich: Kein getestetes Gerät kommt nach dem Herunterfahren gänzlich ohne Strom aus. 0,4 bis 1,7 Watt stiehlt das Net- oder Notebook ohne entsprechende Gegenleistung – der Standard-PC 1,9 Watt, mit Monitor sogar 2,6 Watt. Bildschirm-PCs sind mit rund 0,8 Watt dabei. Auf nahezu das Doppelte steigt der Stromverbrauch im Standby: Zwischen 0,5 und 2,6 Watt verbrauchen die Laptops und All-in-one-PCs im Halbschlaf. Der PC mit Monitor träumt bei durchschnittlichen 4,2 Watt von seinem nächsten Einsatz.

Neue Notebooks sind sparsamer

Die im Jahr 2004 getesteten Modelle verursachten jährlich rund 15 Euro an Stromkosten. Bei den aktuell getesteten Modellen haben sich dagegen die Stromkosten auf etwa 11 Euro reduziert.

Vorgehensweise

Im Vergleich: 30 Netbooks mit einer Bildschirmdiagonale von 22 bis 26 Zentimetern, drei Apple MacBooks mit einer Bilddiagonale von 34 bis 39 Zentimetern, 44 Notebooks mit einer Bildschirmdiagonale von 39 bis 41 Zentimetern und vier Notebooks mit Diagonalen zwischen 43 und 47 Zentimetern. Aus den Stromverbrauchswerten aller getesteten Geräte aus den Testjahrgängen 2008 bis 2010 errechneten die Tester den Stromverbrauch für ein Jahr. Das Nutzungsszenario: 3,8 Stunden Betrieb, 8 Stunden Standby und 12,2 Stunden Heruntergefahren. Für die Berechnung der Stromkosten flossen ein Preis von 22 Cent je Kilowattstunde und eine durchschnittliche Nutzungszeit von vier Jahren in die Kalkulation ein.

Ergebnis

Das sparsamste Netbook verbraucht in vier Jahren Strom für 15 Euro. Das energieintensivste Modell dagegen 36 Euro. Notebooks benötigen im Schnitt doppelt so viel Energie wie ihre kleineren Geschwister. Die Kosten liegen zwischen 39 und 76 Euro. Wacker schlagen sich auch die drei MacBooks von Apple. Ihre Stromkosten in vier Jahren: 32 bis 39 Euro. Noch höhere Kosten verursachen Bildschirm-PCs. Diese belaufen sich nach 4 Jahren bereits auf 79 bis 114 Euro. Toppen kann das nur noch ein Standard-PC mit Monitor: 175 Euro Stromkosten in vier Jahren – mehr als doppelt so viel wie der energieintensivste Laptop.

Qual der Wahl?

Vor diesem Hintergrund ist es ratsam, sich vor dem Neukauf zu überlegen, ob stromsparende Net- oder Notebooks dem Desktop oder auch Bildschirm-PC nicht vorzuziehen sind. Aber auch Desktop-PCs haben Vorteile: So lassen sie sich leichter erweitern, einfacher reparieren und sind vor allem ergonomischer. Stromverbrauch ist somit nicht alles. Deshalb enthalten die Tabelle Notebooks, die Tabelle Netbooks, und die Tabelle Bildschirm-PCs auch das Qualitätsurteil der Stiftung Warentest.

Vollständige Testergebnisse

Spargeräte Net-, Notebooks und Bildschirm-PCs Test

Die in diesem Test aufbereiteten Informationen sind Bestandteil der Klimaschutzkampagne des Bundesumweltministeriums. Der Schwerpunkt der Kampagne zielt auf den Energieverbrauch der getesteten Produkte. Die kompletten Testergebnisse zur Funktion der Geräte finden Sie im test 12/2008, test 07/2009, test 11/2009, test 08/2010 und 12/2010. Informationen zu anderen aufbereiteten Produktkategorien finden auf der Startseite Spargeräte der Klimaschutzkampagne.

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Testtabelle: Notebooks

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10.02.2012 . © Stiftung Warentest. Alle Rechte vorbehalten. Twitter Facebook YouTube Stiftung Warentest im Netz: