Spargeräte Monitore: Noch effizienter
26.01.2011
Vor etwa 10 Jahren belasteten 19-Zoll-Röhrenmonitore die Stromrechnung mit rund 39 Euro im Jahr. Dann kamen die Flachen und die Kosten fielen. Die aktuell getesteten Monitore kommen im Schnitt mit 12 Euro aus. Am sparsamsten sind LED-Geräte.
20 Prozent sparsamer
Wer hätte das gedacht. Innerhalb eines Jahres hat sich der Stromverbrauch der getesteten PC-Monitore nochmals um mehr als 20 Prozent reduziert. Einsparung pro Jahr: 12 Kilowattstunden oder rund 3 Euro. Das ist beachtlich. Zumal bereits schon früher der Austausch der alten Röhre gegen einen Flachbildschirm mit einer deutlichen Kostenersparnis einherging. Wer jetzt noch an einem 19-Zoll-Röhrenmonitor arbeitet, verschwendet rund 27 Euro an Stromkosten pro Jahr – und belastet die Umwelt unnötig mit CO2.
LED liegt im Trend
Ähnlich wie bei Fernsehern kommt auch bei Monitoren verstärkt die LED-Technik zum Einsatz. Vorteil: Licht emittierende Dioden (LED), die als „Backlight“ dienen, arbeiten sparsamer. Das hat auch Auswirkungen auf die Tabelle PC-Monitore. Im vorderen Ranking der sparsamsten Monitore finden sich bevorzugt Geräte mit der neuen Technik.
Doppelte Stromkosten
Wie zum Beispiel der gute Samsung BX2235 LED. Im Betrieb benötigt er lediglich 22 Watt. Im Standby und Aus liegt er deutlich unter einem Watt. Stromkosten pro Jahr: 8 Euro. Das Negativbeispiel ist der Asus VG236H. Er hat eine Leistungsaufnahme im Betrieb von 50, im Standby von 2,2 und ausgeschaltet von 1 Watt. Macht 19 Euro jährlich. Heißt: Nicht nur der Austausch der alten Röhre spart Geld, sondern auch die richtige Kaufentscheidung. Der Unterschied zwischen den beiden Modellen summiert sich nach sechs Jahren auf 65 Euro.
Monitor oder Fernseher?
Immer beliebter: Fernsehen via Computermonitor. Das spart Platz und Geld für den TV. Die aktuell in test 02/2011 untersuchten Monitore mit TV-Tuner schneiden beim Fernsehbild befriedigend ab. Richtige Fernseher sind da besser. Fällt die Wahl auf die separate Flimmerkiste, die womöglich die alte Röhre ersetzen soll, dann sprechen die Stromkosten für ein LED-Gerät gleicher Größe. Ersparnis: Knapp 50 Prozent.
Hintergrundbeleuchtung
Stromfresser Nummer eins bei LCD-Monitoren ist die Hintergrundbeleuchtung. So heißt die im Monitor integrierte Lichtquelle, die für die Beleuchtung des gesamten Displays verantwortlich ist. Maximale Ausleuchtung bedeutet maximaler Stromverbrauch. Die Apparate sind vom Hersteller meist auf größte Helligkeit voreingestellt. Eigentlich unnötig. Vor allem bei schummrigem Umgebungslicht reicht deutlich weniger. Motto: Runterdrehen. Das senkt die Stromkosten.
Vorgehensweise
Im Vergleich: 34 LCD-Breitbildmonitore mit einer Bilddiagonale von 55 bis 61 Zentimetern, davon sieben mit integrierten Fernsehtuner. Aus den Stromverbrauchswerten der Monitore errechneten die Tester den Stromverbrauch für ein Jahr. Das Nutzungsszenario: 3,8 Stunden in Betrieb, 8 Stunden im Standby und 12,2 Stunden abgeschaltet. Für die Berechnung der Stromkosten flossen ein Preis von 24 Cent je Kilowattstunde und eine durchschnittliche Nutzungszeit von sechs Jahren in die Kalkulation ein.
Vollständige Testergebnisse
Die in diesem Test aufbereiteten Informationen sind Bestandteil der Klimaschutzkampagne des Bundesumweltministeriums. Der Schwerpunkt der Kampagne zielt auf den Energieverbrauch der getesteten Produkte. Die kompletten Testergebnisse zur Funktion der Monitore finden Sie in test 02/2010 und test 02/2011. Informationen zu anderen aufbereiteten Produktkategorien finden Sie auf der Startseite der Klimaschutzkampagne.
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