Spargeräte Monitore: Nicht in die Röhre gucken

02.02.2010
Sie sind nicht nur größer und flacher, sondern vor alle eines: Deutlich sparsamer! Moderne 22-Zoll Breitbild-Monitore belasten die Stromrechnung mit 9 bis 17 Euro im Jahr. Alte 17-Zoll-Röhren sind dagegen alles andere als bescheiden. Jährliche Flimmerkosten: 30 Euro.
Flachbildmonitor schlägt Röhre
Die Röhre ist out, es lebe der Flachbildschirm – so könnte ein Slogan lauten, ginge es einzig und allein um den Stromverbrauch von PC-Monitoren. Denn: Jeder Röhrenbesitzer schmeißt gegenüber einem User eines flachen Monitors etwa 17 Euro pro Jahr sinnlos zum Fenster raus. Nach einer Nutzungszeit von sechs Jahren sind das schon 102 Euro. Steht die Röhre noch länger, dann liegen die Stromkosten sogar über dem Einkaufswert aktueller Breitband-Bildschirme. So kostet etwa der „gute“ LCD-Monitor von AOC nur 131 Euro.
Monitor oder Fernseher?
Immer beliebter: Fernsehen via Computermonitor. Das spart Platz und Geld für den TV. Pluspunkt: Die in test 02/2010 untersuchten „guten“ Breitbildmonitore mit TV-Tuner stehen Fernsehgeräten gleicher Größe in nichts nach. Wer dennoch nicht auf die separate Flimmerkiste verzichten will, sollte die alte Röhre möglichst gegen einen ähnlich großen LCD-Fernseher eintauschen. Stromkostenersparnis: Mehr als 20 Prozent. Doch Vorsicht! Ist der neue Flache deutlich größer als die alte TV-Kiste, dann geht der Schuss nach hinten los. LCD- und Plasmafernseher mit einer Bilddiagonale von 100 bis 110 Zentimetern verursachen jährlich rund 72 Euro an Stromkosten. 66 Zentimeter große LCD-Geräte mit 26 Euro dagegen nur ein Drittel.
Hintergrundbeleuchtung
Stromfresser Nummer eins bei LCD-Monitoren ist die Hintergrundbeleuchtung. Maximale Ausleuchtung bedeutet maximaler Stromverbrauch. Die Apparate sind vom Hersteller meist auf größte Helligkeit voreingestellt. Eigentlich unnötig. Vor allem bei schummrigem Umgebungslicht reicht deutlich weniger. Motto: Runterdrehen. Das senkt die Stromkosten.
Vorgehensweise beim Test Spargeräte
Im Vergleich: 16 LCD-Breitbildmonitore mit einer Bilddiagonale von etwa 55 Zentimetern, davon vier mit integrierten Fernsehtuner. Aus den Stromverbrauchswerten der Monitore aus Test Februar 2010 errechneten die Tester den Stromverbrauch für ein Jahr. Das Nutzungsszenario: 3,8 Stunden in Betrieb, 8 Stunden im Standby und 12,2 Stunden abgeschaltet. Für die Berechnung der Stromkosten flossen ein Preis von 22 Cent je Kilowattstunde und eine durchschnittliche Nutzungszeit von sechs Jahren in die Kalkulation ein.
LED-Technik
Der Spitzenreiter: Nur rund neun Euro im Jahr benötigt der Monitor W2286L von LG. Das Besondere: Im Gegensatz zu den anderen getesteten Monitoren mit herkömmlicher Leuchtstofflampentechnik verwendet der LG die LED-Technik. Die Licht emittierenden Dioden (LED), die als „Backlight“ dienen, arbeiten äußerst sparsam. Das Resultat: Der „gute“ Monitor verbraucht im Betrieb nur 26 Watt. Auf sechs Jahre gerechnet kommen so etwa 56 Euro an Stromkosten zusammen.
Doppelte Stromkosten
Auch das Modell P2270HD von Samsung erhielt insgesamt das test-Qualitätsurteil „gut“. Doch der Teufel steckt bekanntlich im Detail – genauer im Stromverbrauch. Für den Betrieb benötigt der Samsung stolze 50 Watt. Also knapp doppelt so viel wie der sparsame Monitor von LG. Der Samsung verbraucht damit in sechs Jahren Strom für 100 Euro. Alle weiteren Ergebnisse rund um das Thema Strom enthält die Tabelle PC-Monitore.
Vollständige Testergebnisse

Die in diesem Test aufbereiteten Informationen sind Bestandteil der Klimaschutzkampagne des Bundesumweltministeriums. Der Schwerpunkt der Kampagne zielt auf den Energieverbrauch der getesteten Produkte. Die kompletten Testergebnisse zur Funktion der Monitore finden Sie im test 02/2010. Informationen zu anderen aufbereiteten Produktkategorien finden Sie auf der Startseite der Klimaschutzkampagne.
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