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Spargeräte Mini-HiFi-Anlagen: Klein und sparsam

Spargeräte Mini-HiFi-Anlagen Test

26.10.2011

Musikgenuss für wenig Geld? Mit Mini-HiFi-Anlagen kein Problem. Die aktuell getesteten Modelle verursachen Stromkosten von nur 2 bis 6 Euro im Jahr. Tipp: Verzichten Sie auf den Demomodus.

Spargeräte Mini-HiFi-Anlagen

Sparsam im Betrieb

Ist die Mini-HiFi-Anlage bei den Stromkosten ein entscheidender Kostenfaktor? Wohl eher nicht. Die im November 2011 untersuchten Geräte haben im Betrieb eine Leistungsaufnahme von 6 bis 22 Watt. Damit belaufen sich die Stromkosten auf bescheidene 2 bis 6 Euro pro Jahr.

Standby meist nur bei älteren Anlagen ein Problem

Weniger als ein Watt im Standby – das ist Stand der Technik und der akzeptable Stromverbrauch der meisten Mini-HiFi-Anlagen. Bei früheren Tests sah das häufig anders aus. Beispiel: die beiden derzeit nicht mehr erhältlichen JVC-Anlagen aus test 2/2009 mit jeweils 15 und 17 Watt im Standby.

Laut braucht mehr

Fakt ist: Mit Zunahme der Lautstärke, steigt auch der Stromverbrauch. Doch alle Geräte bewerkstelligen das auf ganz unterschiedliche Art und Weise. Ob laut oder leise – wie von Geisterhand bleibt die Leistungsaufnahme bei einigen Anlagen nahezu konstant, während sie bei anderen deutlich in die Höhe schnellt. Beispiel: Bei der MCD 716 von Philips beginnt das Hörvergnügen bereits bei etwa 8 Watt. Nimmt die Lautstärke zu steigt auch der Stromverbrauch. Voller Hörgenuss bedeuten 21 Watt und somit mehr als das Doppelte an Energie.

Achtung vor dem Demomodus

Eine Besonderheit einiger Mini-HiFi-Anlagen ist der Demomodus. Flink, bunt und variationsreich wandern die digitalen Bilder über das Display. Sie zeigen die vielen Features der Anlage und sollen vor allem eins – verführen, etwa zum Kauf der Anlage im Laden. Im eigenen Wohnzimmer kann die Show aber auch nach hinten losgehen. Denn: So schön die Spielerei auch ist, sie kostet! Der Stromverbrauch bleibt oft in etwa genauso hoch wie im eingeschalteten Zustand. Beispiel: Das Modell FA 166 von LG. Sowohl für im Demomodus als auch den leisen Betrieb benötigt es 10 Watt. Problematisch: Bei einigen Modellen ist der Demomodus vom Werk voreingestellt. Nach kompletter Netztrennung, wie zum Beispiel mit einer schaltbaren Steckerleiste und der darauf folgenden Wiederinbetriebnahme, starten diese Geräte automatisch mit dem energieintensiven Demomodus.

Aus ist nicht immer aus

Ausgeschaltet, und keinen Stromverbrauch? Schön wär’s! Nur wenige der getesteten Mini-HiFi-Anlagen besitzen einen echten Netzschalter. Das Betätigen des vermeintlichen „Aus-Schalters“ trennt die meisten Geräte nicht vom Netz, sondern versetzt sie lediglich in einen Standby-Zustand. Grund: Programmierte Funktionen wie zum Beispiel die Uhrzeit bleiben dadurch erhalten. Wer darauf verzichten kann, sollte einfach den Stecker ziehen oder den Kippschalter auf der Steckdosenleiste umlegen.

Vorgehensweise

Im Vergleich: 41 Mini-HiFi-Anlagen. Aus den Stromverbrauchswerten aller getesteten Geräte von 2009 bis 2011 errechneten die Tester den Stromverbrauch für ein Jahr. Das Nutzungsszenario: 3 Stunden Betrieb bei hoher Lautstärke und 21 Stunden Standby. Für die Berechnung der Stromkosten flossen ein Preis von 24 Cent je Kilowattstunde und eine durchschnittliche Nutzungszeit von zehn Jahren in die Kalkulation ein. Doch Achtung! Strom sparen ist nicht alles. Deshalb enthält die Tabelle Mini-HiFi-Anlagen auch das Qualitätsurteil der Stiftung Warentest. Es lohnt sich daher immer, Stromverbrauch und Qualitätsurteil gemeinsam zu betrachten und aus dem Vergleich beider Größen das für die eigenen Bedürfnisse effizienteste Gerät zu ermitteln.

Vollständige Testergebnisse

Spargeräte Mini-HiFi-Anlagen Test

Die in diesem Test aufbereiteten Informationen sind Bestandteil der Klimaschutzkampagne des Bundesumweltministeriums. Der Schwerpunkt der Kampagne zielt auf dem Energieverbrauch der getesteten Produkte. Die kompletten Testergebnisse zur Funktion der Mini-HiFi-Anlagen finden Sie in den Tests:

test 11/2011
test 6/2010
test 2/2009.
Informationen zu anderen aufbereiteten Produktkategorien finden Sie auf der
Startseite Spargeräte der Klimaschutzkampagne.

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09.02.2012 . © Stiftung Warentest. Alle Rechte vorbehalten. Twitter Facebook YouTube Stiftung Warentest im Netz: