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Spargeräte Kühlgeräte: Stromfresser Altgerät

22.06.2011

Frische hat ihren Preis. 24 Stunden Dauerbetrieb machen alte Kühl- und Gefriergeräte zu den hungrigsten Stromfressern der Nation. Neugeräte punkten mit deutlich höherer Effizienz. Ein aktueller Kühlschrank spart etwa 38 Euro an Stromkosten pro Jahr gegenüber einem Altgerät. Kühl-Gefrier-Kombis schaffen sogar 89 Euro.

Spargeräte Kühlgeräte

20 Prozent an Stromkosten

Lebensmittel bleiben länger frisch und haltbar: Das wichtigste Merkmal von Kühl- und Gefriergeräten. Nicht zu unrecht zählen Kühlmaschinen zu den unverzichtbaren Haushaltsgeräten. Doch die 24-stündige Dauerkühlung hat ihren Preis: Bis zu 20 Prozent an den Stromkosten verursachen Kühlgeräte in den Haushalten – wenn sie schon viele Jahre auf dem Buckel haben.

Neukauf lohnt

In diesem Fall kann sich ein Neukauf durchaus lohnen. Kühl- und Gefriergeräte haben in den letzten Jahren eine enorme Effizienzsteigerung durchgemacht. So verursachte ein im Jahr 1993 gekaufter Kühlschrank mit Gefrierfach im Schnitt Stromkosten von 68 Euro. 18 Jahre später sind es nur noch 30 Euro. Jährliche Einsparung: 38 Euro.

Noch deutlicher ist der Spareffekt bei den Kühl-Gefrier-Kombinationen. 89 Euro weniger verbrauchen Neugeräte gegenüber Modellen von 1992. Noch vor 17 Jahren verbrauchten die Kombis im Schnitt Strom für 145 Euro. Aktuelle Geräte verursachen Stromkosten von durchschnittlich 56 Euro.

Energielabel ändert sich

Hilfe bei der Kaufentscheidung gibt das Energielabel, das wie bei anderen Haushaltsgroßgeräten auf jedem Kühlschrank kleben muss. Besonderheit: Die Klasse A ist bei weitem nicht die Beste! Beispiel: Die gefräßigste Kühl-Gefrier-Kombination im Test verursacht 1259 Euro an Stromkosten in 15 Jahren. Gehört aber immer noch in die Energieeffizienz-Klasse A+. 682 Euro und damit fast die Hälfte weniger verbraucht dagegen das sparsamste Gerät mit der Energieeffizienzklasse A++. Das Problem ist bekannt. Aktuell wird ein neues Label eingeführt. Die effizientesten Kühler dürfen schon seit Anfang des Jahres mit dem dreifachen Plus (A+++) werben. Ab November 2011 wird das neue Label für alle zur Pflicht.

Vorgehensweise

Die Stiftung Warentest hat die Verbrauchswerte aller getesteten Kühlgeräte der Testjahrgänge 2007 bis 2011 zusammengestellt und den Stromverbrauch für ein Jahr ermittelt. Anschließend haben die Experten einen Strompreis von 24 Cent pro Kilowattstunde zugrunde gelegt und die Stromkosten des jeweiligen Gerätes über die durchschnittliche Nutzungszeit von 15 Jahren errechnet. Doch Strom sparen ist nicht alles. Deshalb enthalten die Tabellen auch das Qualitätsurteil der Stiftung Warentest. Es lohnt sich daher immer, Stromverbrauch und Qualitätsurteil gemeinsam zu betrachten und aus dem Vergleich beider Größen das für die eigenen Bedürfnisse effizienteste Gerät zu ermitteln.

Kühlschränke

In den Tabellen Stand-Kühlschränke und Einbau-Kühlschränke betragen die Stromkosten über 15 Jahre beim sparsamsten Gerät 274 Euro. Das energiehungrigste Modell benötigt hingegen mit 882 Euro dreimal mehr. Für den Energieverbrauch entscheiden ist, ob der Kühlschrank ein Gefrierfach besitzt. Ist es vorhanden, steigt der Verbrauch. Im Schnitt liegen die Stromkosten nach 15 Jahren bei den getesteten Modellen ohne Gefrierfach bei etwa 362 Euro. Rund 534 Euro sind es bei Kühlschränken mit Gefrierfach.

Kühl-Gefrier-Kombinationen

Aufgrund des größeren Gebrauchsvolumens verursachen Kühl-Gefrier-Kombinationen deutlich höhere Stromkosten. Ähnlich wie bei den Kühlschränken gibt es zwischen den Geräten Unterschiede. Negativer Spitzenreiter: Der Samsung RL38HGPS. Pro Jahr verursacht das Gerät Stromkosten von 84 Euro. Das sind nach 15 Jahren 1259 Euro oder knapp doppelt so viel wie die sparsamsten Modelle von Miele und Liebherr(siehe Grafik links).

Gefriergeräte

Große Unterschiede beim Stromverbrauch gibt es auch bei den Gefriergeräten. Am meisten benötigen Standgefrierschränke. Sparsamer sind Tischgefrierschränke und Gefriertruhen. Doch ein genauerer Blick lohnt. Denn in die Tischgefrierschränke passt deutlich weniger hinein. Ihr Gebrauchsvolumen: durchschnittlich 71 Liter. Nahezu dreimal mehr fassen hingegen die Gefriertruhen. Trotz des größeren Gebrauchsvolumens sind die Stromkosten jedoch nicht größer, sondern fast genauso hoch wie bei den Tischgefrierschränken.

Vollständige Testergebnisse

Spargeräte Kühlgeräte Test

Die in diesem Test aufbereiteten Informationen sind Bestandteil der Klimaschutzkampagne des Bundesumweltministeriums. Der Schwerpunkt der Kampagne zielt auf den Energieverbrauch der getesteten Produkte. Die kompletten Testergebnisse zur Funktion der Kühlgeräte finden Sie in den Tests:
test Kühlschränke 7/2011
test Gefriergeräte 9/2010
test Kühl-Gefrier-Kombinationen 10/2009
test Einbaukühlschränke 11/2008
test Kühlschränke 11/2007.
Informationen zu anderen aufbereiteten Produktkategorien finden auf der
Startseite Spargeräte der Klimaschutzkampagne.

Lesen Sie auf der nächsten Seite:
Testtabelle: Stand-Kühlschränke

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10.02.2012 . © Stiftung Warentest. Alle Rechte vorbehalten. Twitter Facebook YouTube Stiftung Warentest im Netz: