Spargeräte Kühlgeräte: Stromfresser Altgeräte
23.09.2009
Frische hat ihren Preis. 24 Stunden Dauerbetrieb machen alte Kühl- und Gefriergeräte zu den hungrigsten Stromfressern der Nation. Neugeräte punkten mit deutlich höherer Effizienz. Ein aktueller Kühlschrank spart etwa 32 Euro an Stromkosten pro Jahr gegenüber einem Altgerät. Kühl-Gefrier-Kombis schaffen sogar 82 Euro jährlich.
Unverzichtbares Haushaltsgerät
Lebensmittel bleiben länger frisch und haltbar: Das wichtigste Merkmal von Kühl- und Gefriergeräten. Nicht zu unrecht zählen die Kühlmaschinen daher zu den unverzichtbaren Haushaltsgeräten. Doch die 24-stündige Dauerkühlung hat ihren Preis: Bis zu 20 Prozent Anteil an den Stromkosten verursachen Kühlgeräte in den Haushalten – wenn sie schon viele Jahre auf dem Buckel haben.
Neukauf lohnt
In diesem Fall kann sich ein Neukauf durchaus lohnen. Kühl- und Gefriergeräte haben in den letzten Jahren eine enorme Effizienzsteigerung durchgemacht. So verursachte ein im Jahr 1993 gekaufter Kühlschrank im Schnitt Stromkosten von 63 Euro. 15 Jahre später sind es nur noch 31 Euro. Jährliche Einsparung: 32 Euro. Noch deutlicher ist der Spareffekt bei den Kühl-Gefrier-Kombinationen. 82 Euro weniger verbrauchen Neugeräte gegenüber Modellen von 1992. Noch vor 17 Jahren verbrauchten die Kombis im Schnitt Strom für 133 Euro. Aktuelle Geräte verursachen Stromkosten von durchschnittlich 51 Euro.
Energielabel
Hilfe bei der Kaufentscheidung gibt das Energielabel, das wie bei anderen Haushaltsgroßgeräten auf jedem Kühlschrank kleben muss. Besonderheit hier: Die Klasse A ist bei weitem nicht die Beste! So benötigt die Energieeffizienz-Klasse A++ gegenüber Geräten der A-Klasse nur noch knapp die Hälfte an Energie. Beispiel: Die gefräßigste Kühl-Gefrier-Kombination im Test verursacht 1154 Euro an Stromkosten in 15 Jahren. Gehört aber immer noch in die Energieeffizienz-Klasse A+. 626 Euro und damit fast die Hälfte weniger verbraucht dagegen das sparsamste A++ – Modell. Das Problem ist bekannt. Deshalb soll bereits ab nächstes Jahr ein neues Energielabel für Kühlgeräte gelten.
Wärme kostet Geld
Kühl- und Gefriergeräte folgen einer einfachen Logik: Je mehr Wärme im Inneren der Geräte, desto höher ist der Energieaufwand, diese wieder nach außen zu transportieren. Folgende Faktoren sind für den Energieverbrauch entscheidend:
Nutzinhalt: Je größer, desto höher der Verbrauch.
Temperaturdifferenz: Entscheidend für den Energieverbrauch ist der Unterschied zwischen Raumtemperatur und der Temperatur im Inneren der Geräte.
Dämmung: Je besser, desto geringer ist der Energieverbrauch.
Nutzung: Je seltener und kürzer die Tür geöffnet wird, desto besser.
Vorgehensweise
Die Stiftung Warentest hat die Stromverbrauchswerte aller getesteten Kühlgeräte der Testjahrgänge 2007, 2008 und 2009 zusammengestellt und den Stromverbrauch für ein Jahr ermittelt. Anschließend haben die Experten einen Strompreis von 22 Cent pro Kilowattstunde zugrunde gelegt und die Stromkosten des jeweiligen Gerätes über die durchschnittliche Nutzungszeit von 15 Jahren errechnet.
Deutliche Unterschiede beim Stromverbrauch
Das Ergebnis: Über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren betragen die Stromkosten beim sparsamsten Kühlschrank 251 Euro, das energiehungrigste Modell benötigt hingegen 809 Euro. Aufgrund des größeren Gebrauchsvolumens verursachen Kühl-Gefrier-Kombinationen deutlich höhere Stromkosten. Alle Ergebnisse finden Sie in der Tabelle Kühlschränke sowie in der Tabelle Kühl-Gefrier-Kombinationen. Doch Achtung! Strom sparen ist nicht alles. Deshalb enthalten die Tabellen auch das Qualitätsurteil der Stiftung Warentest. Es lohnt sich daher immer, Stromverbrauch und Qualitätsurteil gemeinsam zu betrachten und aus dem Vergleich beider Größen das für die eigenen Bedürfnisse effizienteste Gerät zu ermitteln.
Vollständige Testergebnisse
Die in diesem Test aufbereiteten Informationen sind Bestandteil der Klimaschutzkampagne des Bundesumweltministeriums. Der Schwerpunkt der Kampagne zielt auf den Energieverbrauch der getesteten Produkte. Die kompletten Testergebnisse zur Funktion der Kühlgeräte finden Sie in den Tests:
test 10/2009
test 11/2008
test 11/2007
Informationen zu anderen aufbereiteten Produktkategorien finden auf der
Startseite Spargeräte der Klimaschutzkampagne.
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