Spargeräte Heizungspumpen: Sparen beginnt im Keller
29.08.2007
Vielen nicht bewusst: Einer der größten Energiefresser im Privathaushalt arbeitet meist geräuschlos und im Dunkeln – die Heizungspumpe. Eine moderne Hocheffizienzpumpe kann die jährlichen Stromkosten um mehr als 100 Euro minimieren. Tipp: Sichern Sie sich mindestens 100 Euro extra. Diesen Zuschuss vergibt der Staat für den Austausch der alten Pumpe.
Heizungspumpe
Sie transportiert erwärmtes Wasser zu den Heizkörpern und abgekühltes Wasser wieder zurück zum Heizkessel. Sie hält den Kreislauf des Heizwassers in Gang, arbeitet etwa 6 000 Stunden im Jahr und gilt als Herzstück jeder Heizungsanlage. Behaglich warmes Wohnen wäre ohne die Heizungspumpe undenkbar.
Mit voller Kraft
Das Problem einer betagten ungeregelten Heizungspumpe ist: Sie pumpt das Wasser stets mit voller Leistung durch das Rohrnetz. Auch eine Drosselung der Heizungsventile hat keinerlei Wirkung auf den Arbeitseifer der Pumpe – mit fatalen Folgen für den Stromverbrauch, denn der bleibt bei dieser sturen Arbeitsweise konstant hoch.
Intelligentes Heizen
Doch diese Arbeitsweise entspricht nicht mehr dem Stand der Technik: Moderne geregelte Standard- oder geregelte Hocheffizienzpumpen können sich den unterschiedlichen Druckverhältnissen im Heizsystem anpassen. Etwa drei Viertel der Heizperiode arbeiten sie in Teillast. Das senkt den Stromverbrauch erheblich. Während alte Heizungspumpen bis zu 600 Kilowattstunden pro Jahr verbrauchen, begnügen sich geregelte Hocheffizienzpumpen schon mit 63 bis 91 Kilowattstunden. Kein großes elektrisches Haushaltsgerät besitzt solch ein hohes Sparpotential.
Mindestens 100 Euro Zuschuss
Und es kommt noch besser. Mindestens 100 Euro Zuschuss gibt es vom Staat, wenn Hauseigentümer ihre alten Heizungspumpen gegen neue effizientere Modelle austauschen. Damit rentiert sich die neue Heizungspumpe schon nach wenigen Jahren. Weitere nützliche Informationen über Heizungspumpen sowie das
Online-Antragsformular finden Sie auf www.sparpumpe.de.
Ergebnis
Die Stiftung Warentest hat die Stromverbrauchswerte aller getesteten Heizungspumpen des Testjahrgangs 2007 zusammengestellt, ein Nutzungsszenario entwickelt und den daraus resultierenden Stromverbrauch für ein Jahr ermittelt. Anschließend haben die Experten einen Strompreis von 22 Cent pro Kilowattstunde zugrunde gelegt und die Stromkosten des jeweiligen Gerätes über die durchschnittliche Nutzungszeit von 20 Jahren errechnet.
Austausch rentiert sich schnell
Das Ergebnis: Die Stromkosten über 20 Jahre betragen beim sparsamsten Modell 277 Euro, beim energiehungrigsten 1 360 Euro. Noch deutlich stärker ist der Einsparungseffekt beim Austausch alt gegen neu: 20 Jahre alte Heizungspumpen verbrauchen im Schnitt fünf Mal mehr Strom als moderne Heizungspumpen. Das sind aufs Jahr gerechnet immerhin rund 100 Euro. Die Konsequenz: Der Neukauf einer Hocheffizienzpumpe kann sich schon nach drei bis vier Jahren rentieren. Das sollten Verbraucher einkalkulieren, wenn die alte Heizungspumpe zum Beispiel wegen eines Defekts ausfällt und eine teure Reparatur anstünde. Wer sich die Reparatur – und künftig dann Strom – spart, kommt mit dem Neukauf deutlich billiger weg. Alle Ergebnisse finden Sie in der Tabelle Heizungspumpen.
Vollständige Testergebnisse
Die in diesem Test aufbereiteten Informationen sind Bestandteil der Klimaschutzkampagne des Bundesumweltministeriums. Der Schwerpunkt der Kampagne zielt auf den Energieverbrauch der getesteten Produkte. Die kompletten Testergebnisse der Heizungspumpen finden Sie im test 09/2007.
Informationen zu anderen aufbereiteten Produktkategorien finden Sie auf der
Startseite Spargeräte der Klimaschutzkampagne.
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Testtabelle: Heizungspumpen


