Spargeräte Haartrockner und Warmluftbürsten: Haarige Kosten
27.07.2011
Wer schön sein will, muss zahlen: Für 20 bis 77 Euro zaubern Warmluftbürsten Locken ins Haar. Ein Föhn verheizt dagegen 112 bis 161 Euro. Damit liegen die Stromkosten nach 4 Jahren fast immer über dem Anschaffungspreis.
Teuerste Warmluftbürste floppt
Teuer und viel Watt für das Gebläse sind leider keine Indizien für eine gute Warmluftbürste. Bestes Beispiel: Das Modell von Rowenta. Es ist mit 59 Euro das teuerste Gerät in der Anschaffung. Den Haaren heizt es mit 900 Watt ein was Stromkosten von 63 Euro innerhalb von 4 Jahren nach sich zieht. Das test-Qualitätsurteil: dennoch nur ein schwaches ausreichend. Das sich Locken besser und vor allem auch billiger zaubern lassen, beweist der Testsieger von Petra. Das Modell benötigt nur ein Drittel der Energie und ist mit 21 Euro vergleichsweise preiswert.
Wie 200 Energiesparlampen
Noch teurer können Haartrockner. Mit rund 2 000 Watt blasen sie durchs nasse Haar. Das ist gewaltig. Denn für die gleiche Energie ließen sich 33 Glühlampen mit 60 Watt zum Leuchten bringen. Oder noch besser: 200 Energiesparlampen. Freilich arbeitet ein Haartrockner nicht rund um die Uhr. Letztlich ausschlaggebend ist die Dauer seines Einsatzes. Im von der Stiftung Warentest angenommenen Nutzerprofil von täglich 12 Minuten sind das immerhin rund 32 Euro pro Jahr. Schonender für den Geldbeutel ist das Trocknen an der Luft – das ist gratis.
Je mehr Watt, desto teurer
Je höher die maximale Leistungsaufnahme von Haartrockner und Warmluftbürste ist, umso größer sind auch die Stromkosten. Beispiel: Wer mit einem 2300-Watt-Modell sein Haar aufheizt, zahlt nach 4 Jahren dafür stolze 161 Euro. Mit dem guten Modell von Bosch und 500 Watt weniger geht es aber auch. Einsparung: 35 Euro. Die kompletten Ergebnisse zum Stromverbrauch der einzelnen Geräte sind in der Tabelle Haartrockner und der Tabelle Warmluftbürste enthalten.
Qualitätsurteil beachten
Doch Strom sparen ist nicht alles. Deshalb enthalten die Tabellen auch das Qualitätsurteil der Stiftung Warentest. So erhielten zum Beispiel die beiden sparsamsten Haartrockner nur das test-Qualitätsurteil ausreichend. Es lohnt sich daher immer, Stromverbrauch und Qualitätsurteil gemeinsam zu betrachten und aus dem Vergleich beider Größen das für die eigenen Bedürfnisse effizienteste Gerät zu ermitteln.
Vorgehensweise
Im Vergleich: 7 Warmluftbürsten aus test 8/11 und 13 Haartrockner aus test 10/09. Aus den Stromverbrauchswerten der Geräte errechneten die Tester den Stromverbrauch für ein Jahr. Das Nutzungsszenario: täglich 12 Minuten föhnen oder 12 Minuten Locken drehen. Für die Berechnung der Stromkosten flossen ein Preis von 24 Cent je Kilowattstunde und eine durchschnittliche Nutzungszeit von vier Jahren in die Kalkulation ein.
Vollständige Testergebnisse
Die in diesem Test aufbereiteten Informationen sind Bestandteil der Klimaschutzkampagne des Bundesumweltministeriums. Der Schwerpunkt der Kampagne zielt auf dem Energieverbrauch der getesteten Produkte. Die kompletten Testergebnisse der Haartrockner finden Sie im test 10/09 und der Warmluftbürsten im test 8/11. Informationen zu anderen im Rahmen der Klimaschutzkampagne aufbereiteten Produktkategorien finden Sie auf der Startseite der Klimaschutzkampagne.
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Testtabelle: Warmluftbürsten
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