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Spargeräte Geschirrspüler: Vorsicht bei Einbauküchen

Spargeräte Geschirrspüler Test

23.03.2011

Mehr Freizeit und Bewahrung des häuslichen Friedens – die wichtigsten Begleiterscheinungen des Geschirrspülwunders. Und die Geräte werden immer sparsamer. Die Ausnahme: Geschirrspüler bei Einbauküchen. Die sind meist nur zweite Wahl.

Spargeräte Geschirrspüler

Sparen durch Technik

Geschirrspüler haben in den letzten 30 Jahren eine rasante Effizienzsteigerung durchgemacht. Verbrauchten die ersten Geräte in den frühen 80er Jahren noch sagenhafte 50 Liter Wasser und rund 2 Kilowattstunden Strom pro Spülgang, so begnügen sich modernste Geräte im Energiesparmodus heute mit 10 Litern Wasser und etwa der Hälfte des Stromverbrauchs. Technische Neuerungen wie Wassertaschen und sensorgesteuerte Automatikprogramme entfalten hier ihr Sparpotenzial.

Nur zweite Wahl

Doch das gilt nicht immer. Steht zum Beispiel der Kauf einer Einbauküche an, sind zahlreiche der mitgelieferten Spüler nur zweite Wahl. Im aktuellen test 4/2011 kamen vier dieser Geräte nicht über ein ausreichend hinaus. Etwa 1 Kilowattstunde benötigen die Geräte im Sparprogramm. Das hört sich auf dem ersten Blick günstig an. Zumal der Energieverbrauch der teureren Einbaugeräte aus test 4/2010 ähnlich hoch ist. Doch was nützt das Sparprogramm, wenn das Geschirr nicht sauber wird? Das klappt erst mit dem Intensivprogramm. Dadurch erhöht sich aber auch der Stromverbrauch auf fast das Doppelte. Ähnliches gilt für den Wasserverbrauch. Der steigt mitunter auf über 20 Liter.

Stromverbrauch und Qualitätsurteil

Stromverbrauch ist somit nicht alles. Wichtig ist daher in der Tabelle Geschirrspüler auch das Qualitätsurteil der Stiftung Warentest. Es lohnt sich, Stromverbrauch und Qualitätsurteil gemeinsam zu betrachten und das für die eigenen Bedürfnisse effizienteste Gerät zu ermitteln.

Sparen durch Programmwahl

Der energieeffizienteste Geschirrspüler bringt nichts, wenn sein Sparprogramm nicht zum Einsatz kommt. Moderne Geräte glänzen derzeit mit zahlreichen Spülprogrammen. Hausfrauen und – männer in Deutschland verwenden in der Regel ihr Lieblingsprogramm. Den Stromverbrauch in die Höhe treiben Intensivprogramme oder der Einsatz von Multitabs mit Programmergänzungen. Das Sparprogramm senkt den Stromverbrauch, dauert dafür aber in der Regel länger.

Neues Energielabel

Bisher bekamen die besten Geschirrspüler dreimal ein „A“. Es stand jeweils für den Energieverbrauch, das Reinigen und das Trocknen. Ab 2012 müssen alle Spüler bei der Reinigung ein „A“ haben, sonst dürfen sie nicht mehr in den Handel. Neu: Die Energieeffizienzklassen erweitern sich bis zur Klasse A+++ und anstelle des Energieverbrauchs pro Spülgang tritt der jährliche Energieverbrauch. Dieser beinhaltet 280 Standard-Spülzyklen im Labelprogramm und den Energieverbrauch im Standby. Weiterhin kennzeichnungspflichtig: der jährliche Wasserverbrauch, die Einstufung für das Trocknen, das Fassungsvermögen und das Geräusch.

Vorgehensweise

Im Vergleich: 43 Geschirrspüler. Davon sind 35 Einbau- und 8 Standgeräte. 11 der Einbaugeräte sind teilintegrierte Geschirrspüler für Einbauküchen. Aus den Energieverbrauchswerten der getesteten Geräte der Testjahrgänge 2008 bis 2011 errechneten die Tester den Stromverbrauch pro Jahr. Das Nutzerprofil: 4 Spülgänge pro Woche und je 1,5 Stunden Standby nach dem Spülen. Die restliche Zeit ist das Gerät ausgeschaltet. Anschließend haben die Experten einen Strompreis von 24 Cent je Kilowattstunde zugrunde gelegt und die Stromkosten des jeweiligen Gerätes über die durchschnittliche Nutzungszeit von 15 Jahren ermittelt.

Vollständige Testergebnisse

Spargeräte Geschirrspüler Test

Die in diesem Test aufbereiteten Informationen sind Bestandteil der Klimaschutzkampagne des Bundesumweltministeriums. Der Schwerpunkt der Kampagne zielt auf den Energieverbrauch der getesteten Produkte. Die kompletten Testergebnisse zur Funktion der Geschirrspüler finden Sie im test 4/2008, Schnelltest 2/2009, test 4/2010 und test 4/2011.
Informationen zu anderen aufbereiteten Produktkategorien finden Sie auf der
Startseite Spargeräte der Klimaschutzkampagne.

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10.02.2012 . © Stiftung Warentest. Alle Rechte vorbehalten. Twitter Facebook YouTube Stiftung Warentest im Netz: