Spargeräte Espressomaschinen: Hand anlegen
24.11.2010
Moderne Espressomaschinen sind teuer in der Anschaffung aber moderat im Stromverbrauch. Stromkosten pro Jahr: 11 Euro. Doch die Unterschiede zwischen den Geräten sind groß. Das genügsamste Modell kommt bereits mit 4 Euro aus. Die Gierigen benötigen viermal mehr. Tipp: Programmieren Sie ihr Gerät.
Geräte haben sich verbessert
Bisher galt: Die Bezugsbereitschaft von Espressomaschinen war für einen Großteil der Stromkosten verantwortlich. Auf Druck der EU hat sich das geändert. Die aktuell in 2010 getesteten Modelle schalten nach der Kaffeezubereitung schneller in Standby. In der Regel geschieht das nach 1 bis 2 Stunden. Die Leistungsaufnahme liegt dann unter 1 Watt. Ältere Geräte brauchen da oft länger oder schalten gar nicht ab. 2008 tanzten noch Geräte mit mehr als 6 Watt im Standby aus der Reihe. Weitere Verbesserung: Anstatt eines Warmwasserboilers nutzen bis auf die WMF 800 alle aktuell getesteten Espressomaschinen nur noch einen Durchlauferhitzer. Das senkt die Stromkosten.
Programmierung spart Geld
Leider ist die energiesparendste Variante nicht immer vom Werk voreingestellt. Nervig: Wenn sich zum Beispiel die Tassenvorwärmfunktion nicht mit ausschaltet. Besser: Die Maschine entsprechend der eigenen Bedürfnisse zu programmieren und bei längerer Nichtbenutzung komplett abschalten.
Vorgehensweise
Im Vergleich: 27 Espressomaschinen. Davon sind drei Geräte Portionsmaschinen und die restlichen vollautomatische Espressomaschinen. Aus den Stromverbrauchswerten aller getesteten Geräte der Testjahrgänge 2008 und 2010 errechneten die Tester den Stromverbrauch für ein Jahr. Das Nutzungsszenario: Täglich zweimal 2 Tassen Espressozubereitung innerhalb von 3 Stunden. Die restliche Zeit befinden sich die Geräte im Standby oder im Bereitschaftsmodus. Für die Berechnung der Stromkosten flossen ein Preis von 22 Cent je Kilowattstunde und eine durchschnittliche Nutzungszeit von sechs Jahren in die Kalkulation ein.
Vierfache Stromkosten
Die sparsamste Espressozubereitung gelingt mit der De’Longhi Magnifica ESAM. Nach sechs Jahren belaufen sich die Stromkosten auf 26 Euro. Viermal mehr verschlingt hingegen die energieintensive WMF 800. Stromkosten in sechs Jahren: 110 Euro. Doch Strom sparen ist nicht alles. Deshalb enthält die Tabelle Espressomaschinen auch das Qualitätsurteil der Stiftung Warentest. Es lohnt sich daher immer Stromverbrauch und Qualitätsurteil gemeinsam zu betrachten und aus dem Vergleich beider Größen das effizienteste Gerät zu ermitteln.
Vollständige Testergebnisse
Die in diesem Test aufbereiteten Informationen sind Bestandteil der Klimaschutzkampagne des Bundesumweltministeriums. Der Schwerpunkt der Kampagne zielt auf den Energieverbrauch der getesteten Produkte. Die kompletten Testergebnisse zur Funktion der Espressomaschinen finden Sie in test 12/2008 und test 12/2010. Informationen zu anderen aufbereiteten Produktkategorien finden auf der Startseite Spargeräte der Klimaschutzkampagne.
Lesen Sie auf der nächsten Seite:
Stromspartipps
Dieser Artikel ist hilfreich. Nutzer finden das hilfreich.
Schreiben Sie bitte einen Kommentar
Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen.
Jetzt einloggen oder Neu registrieren.
Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice

Kommentare (0)
weitere Kommentare anzeigen