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Spargeräte Drucker und Drucker-Scanner-Kombis: Tinte teurer als Strom

Spargeräte Drucker und Drucker-Scanner-Kombis Test

18.03.2010

Tintenstrahler sind sparsamer als Laser-Drucker und Multifunktions-Drucker reduzieren die Energiekosten – wenn sie Einzelgeräte ersetzen. Doch Vorsicht! Nicht die Strom-, sondern vor allem die Tinten- und Tonerkosten gehen ins Geld. Tipp: Tintenstrahler nicht komplett vom Netz trennen.

Spargeräte Drucker und Drucker-Scanner-Kombis

Multifunktionsgeräte sind in

Drucken ist preiswert – aber nur wenn einzig die Stromkosten zu Buche schlagen. Spitzensparer im Energievergleich sind Tintenstrahl-Drucker. Über einen Zeitraum von vier Jahren verursachen sie bescheidene Stromkosten von 1 bis 12 Euro. Im Schnitt das Doppelte mit 15 Euro benötigen hingegen Farblaser-Drucker. Doch Modelle, die „nur“ drucken können sind out. Angesagter sind Multifunktionsgeräte wie zum Beispiel Drucker-Scanner-Kombis. Vorteil: Mehrere Funktionen sind in einem Gerät vereint. Nachteil: Zusätzliches Scannen, Kopieren und Faxen steigert die Stromkosten. Bei den Tinten-Scanner-Kombis sind das in vier Jahren im Schnitt zehn Euro und noch mal doppelt so viel bei den Farblaser-Scanner-Kombis.

Einsatz entscheidend

Doch aufgepasst: Wird mit dem Kombigerät nur gedruckt, sind die Energiekosten ähnlich hoch wie bei einem einfachen Drucker. Im günstigsten Fall sind sie sogar noch niedriger. Entscheidend ist, ob die zusätzlichen Funktionen wie Scannen oder Kopieren auch zum Einsatz kommen. Ist das der Fall, steigt der Energieverbrauch. Umgekehrt lassen sich aber auch Stromkosten einsparen. Nämlich dann, wenn Kombigeräte mehrere Einzelgeräte ersetzen.

Bereitschaftskosten sind out

Fakt ist: je mehr ein Drucker druckt, desto höher ist auch sein Stromverbrauch. Ebenso wichtig: die Kosten im Bereitschaftszustand. Denn den Großteil ihres Daseins dösen Drucker vor sich hin und verbrauchen unnötig Energie. Weniger als ein Watt im Standby – das schaffen nur zwei Tintenstrahler und zwei Tinten-Scanner-Kombis. In den Tabellen Drucker und Drucker-Scanner-Kombis gehören diese Modelle auch insgesamt zu den sparsamen Geräten. Anders einige Laser-Drucker: Mit 17 und 18 Watt im Standby sind der Farblaser-Drucker von Epson und der Laser-Drucker-Scanner-Kombi von Brother viel zu gierig fürs Nichtstun. Das summiert sich. Nach vier Jahren sind das insgesamt beim Epson 26 Euro, beim Brother ganze 36 Euro.

Laser aus und Tinte an

Null Watt Stromverbrauch im ausgeschalteten Zustand – damit glänzen viele Laser-Drucker. Vollkommen auf Strom verzichten können indes nur drei Tintenstrahl-Drucker. Immerhin: Der Stromverbrauch im Aus-Modus liegt bei vielen deutlich unter einem Watt. Ausgeschaltet und trotzdem Stromverbrauch? Die Standardempfehlung lautet dann: Netzstecker ziehen oder Steckerleiste ausschalten. Doch Vorsicht bei den Tintenstrahlern! Einige Geräte reinigen sich beim An- und Ausschalten und benutzen dazu die teure Tinte. Bleiben sie aber angeschaltet, verbrauchen sie weiterhin Strom. Welche Variante ist sinnvoller? Das überraschende Ergebnis: Die Kosten für die Tinte liegen auf längere Sicht deutlich über den Energiekosten. Tintenstrahl-Drucker sollten daher im Zweifel am Netz verbleiben. Das Gegenteil gilt für die Laser-Drucker: hoher Standby, kein Stromverbrauch im Aus-Modus und keine Probleme mit der Tinte. Deshalb: Laser-Drucker nach Gebrauch Ausschalten!

Enorme Tintenkosten

Stromkosten sind nicht alles – besonders bei Druckern. Wer Geld sparen will, darf Tinten- und Tonerkosten nicht aus den Augen verlieren. Denn die können die Stromkosten weit in den Schatten stellen. Beispiel: Der Lexmark Z2320 ist ein Tintenstrahl-Drucker, kostet 40 Euro im Handel und verursacht Stromkosten von rund 1,50 Euro im Jahr. Dem gegenüber stehen Tintenkosten von 13 Cent pro Textseite. Bei fünf Seiten am Tag ergeben sich Tintenkosten von unglaublichen 237 Euro im Jahr! Am günstigsten druckt der Officejet Pro K5400N mit etwa 27 Euro im Jahr. Unter allen Tintenstrahl-Druckern hat er mit drei Euro pro Jahre aber die höchsten Stromkosten. Um Geld zu sparen, lohnt daher der Vergleich von Stromkosten, Anschaffungspreis und Tinten- beziehungsweise Tonerkosten.

Vorgehensweise

Im Vergleich: Dreizehn Tintenstrahl-Drucker, fünf Farblaser-Drucker, elf Schwarzweißlaser-Drucker, zweiundzwanzig Tintenstrahl-Drucker-Scanner-Kombis, sechs Tintenstrahl-Drucker-Scanner-Kombis mit Fax und vier Farblaser-Drucker-Scanner-Kombis. Aus den Stromverbrauchswerten aller getesteten Drucker und Multifunktions-Drucker der Tests März 2009, April 2009, März 2010 und April 2010 errechneten die Tester den Stromverbrauch für ein Jahr. Das Nutzungsszenario: täglich 1 Stunde Leerlaufbetrieb, 2 Stunden Standby und 21 Stunden ausgeschaltet. Zusätzlich werden täglich 5 DIN A4-Seiten s/w gedruckt. Bei den Kombi-Geräten wurde zusätzlich ein DIN A4-Foto gescannt und eine Seite Farbmagazin kopiert. Die Multifunktionsgeräte mit Fax sind pro Tag 2 Stunden im Standby, ca. 1 Stunde Leerlaufbetrieb und 21 Stunden in der Faxbereitschaft. Für die Berechnung der Stromkosten flossen ein Preis von 22 Cent je Kilowattstunde und eine durchschnittliche Nutzungszeit von vier Jahren in die Kalkulation ein.

Vollständige Testergebnisse

Spargeräte Drucker und Drucker-Scanner-Kombis Test

Die in diesem Test aufbereiteten Informationen sind Bestandteil der Klimaschutzkampagne des Bundesumweltministeriums. Der Schwerpunkt der Kampagne zielt auf dem Energieverbrauch der getesteten Produkte. Die kompletten Testergebnisse der Drucker und Mufus finden Sie in den Tests:
test Drucker 03/2010
test Drucker-Scanner-Kombis 04/2010
test Drucker 03/2009
test Multifunktionsdrucker 04/2009.
Informationen zu anderen im Rahmen der Klimaschutzkampagne aufbereiteten Produktkategorien finden Sie auf der Startseite Spargeräte der Klimaschutzkampagne.

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29.07.2010 © Stiftung Warentest. Alle Rechte vorbehalten. nach oben