Spargeräte Digitale Bilderrahmen: Die digitale Erinnerung
20.10.2010
Technischer Schnickschnack oder sinnvolle Erweiterung? Digitale Bilderrahmen eröffnen der Fotografie eine neue Präsentationsmöglichkeit. Einziger Haken: Stromkosten, die bei herkömmlichen Fotos nicht anfallen.
Papierformat ade?
Schneeweißer Strand, tiefblauer Himmel und wehmütig die Erinnerung – bunt und digital leuchten die Urlaubserinnerungen in den Arbeitsalltag oder im eigenen Wohnzimmer. Elegant und praktisch: Einmal eingerichtet wechseln die digitalen Fotos je nach Belieben oder im Minutentakt. Schick: Wenn die nahezu perfekte Illusion eines herkömmlichen Bilderrahmens noch hinzukommt.
Unterschätzte Folgekosten
Doch jede neue Technik hat ihren Preis. Neben Anschaffungskosten fallen im Gegensatz zur Erinnerung auf Papier auch Folgekosten an: 3 bis 12 Watt verbrauchen digitale Bilderrahmen mit einer Diagonale von 16 bis 20 Zentimetern im Betrieb. Ist die Diagonale 24 bis 27 Zentimetern sind es 6 bis 17 Watt. Das ist moderat, wenn es sich um ein Bild handelt. Sind mehrere Digirahmen im Dauereinsatz, kann das aber schnell zur Belastung der jährlichen Stromrechnung führen.
Standby verbessert sich
Der Energieverbrauch war in der Vergangenheit bei vielen Elektronikgeräten unnötig hoch. Das galt bis vor kurzem auch noch für einige der getesteten Bilderrahmen. Doch die Geräte haben sich verbessert. Noch 2008 nahmen acht und 2009 sechs der getesteten Modelle mehr als 1 Watt im Standby auf. Im aktuellen Test fällt dagegen nur noch ein Gerät aus dem Rahmen: Der Braun Digiframe88 mit 2,3 Watt.
Vorgehensweise
Im Vergleich: 49 digitale Bilderrahmen mit einer Bilddiagonalen von 16 bis 20 Zentimetern und sieben Modelle mit einer Diagonalen von 24 bis 30 Zentimetern. Aus den Stromverbrauchswerten aller getesteten Bilderrahmen der Testjahrgänge 2008 bis 2010 errechneten die Tester den Stromverbrauch für ein Jahr. Das Nutzungsszenario: täglich 8 Stunden Betrieb und 16 Stunden ausgeschaltet. Für die Berechnung der Stromkosten flossen ein Preis von 22 Cent je Kilowattstunde und eine durchschnittliche Nutzungszeit von sechs Jahren in die Kalkulation ein.
Stromfresser ohne Ausschalter
In der Tabelle Digitale Bilderrahmen ist das sparsamste Modell ein Agfaphoto. Stromkosten in sechs Jahren: 12 Euro. Nahezu das Siebenfache benötigt dagegen der Typhoon 7“ Photo Frame. Sein Problem: Er verfügt über keinen Standby-Modus und lässt sich auch nicht ausschalten. So verbraucht er ständig 7,1 Watt – 24 Stunden lang. Der Dauerbetrieb katapultiert das Gerät zum Top-Stromfresser unter allen getesteten Bilderrahmen. Belastung für den Geldbeutel: 82 Euro. Doch Stromverbrauch ist nicht alles. Deshalb enthält die Tabelle auch das Qualitätsurteil der Stiftung Warentest.
Vollständige Testergebnisse
Die in diesem Test aufbereiteten Informationen sind Bestandteil der Klimaschutzkampagne des Bundesumweltministeriums. Der Schwerpunkt der Kampagne zielt auf den Energieverbrauch der getesteten Produkte. Die kompletten Testergebnisse zur Funktion digitaler Bilderrahmen finden Sie im:
test 11/2010
test 12/2009
test 11/2008.
Informationen zu anderen im Rahmen der Klimaschutzkampagne aufbereiteten Produktkategorien finden Sie auf der Startseite Spargeräte der Klimaschutzkampagne.
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Stromspartipps
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