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Spargeräte Beamer: „Hungrige“ Projektoren

Spargeräte Beamer Test

22.04.2008

Das digitale Heimkino lässt Träume wahr werden: Blockbuster, Fußballspiele und Naturaufnahmen groß und gestochen scharf im eigenen Wohnzimmer. Als Spaßbremse können sich überteuerte Ersatzlampen und die jährliche Stromrechnung herausstellen.

Spargeräte Beamer

Überlänge wird teuer

Ob DVD, Fernsehsendung, Fotos oder Powerpointpräsentation - die Werbung verspricht tolle Bilder - für den Blockbuster sogar ein „unvergessliches“ Vergnügen. Der Stromverbrauch der Beamer scheint den Werbern dagegen weniger ins Konzept zu passen. Zurecht: Denn Beamer gehören eher in die Gruppe der Stromfresser. Die digitalen Projektoren saugen im Betriebszustand Energie von 184 bis nahezu 400 Watt. Damit katapultieren sich die kleinen Zauberkisten ähnlich wie moderne große Fernsehgeräte in die Spitzenklasse energieintensiver Geräte. Dabei gilt generell: Je länger der Beamer in Betrieb ist, desto höher fällt letztlich auch die Stromrechnung aus.

Sparbetrieb nutzen

Abhilfe schafft zum Teil der Modus „Sparbetrieb“. In diesem Zustand projiziert der Beamer die Bilder mit einer geringfügig minimierten Leistung auf die Leinwand. Das funktioniert besonders gut in vollständig abgedunkelten Räumen. Die energieintensivere Leistungsstufe ist eigentlich nur nötig, wenn die Umgebung nicht komplett Dunkel ist. Ein weiterer Vorteil des Sparbetriebes: Die teure Projektionslampe hält laut Herstellerangaben anderthalbmal länger als im Normalbetrieb.

Alles oder nichts

Wie nahezu jedes Elektrogerät besitzen auch Beamer einen Standby-Modus. Während einige Beamer still und leise bis zu 10 Watt aus der Leitung ziehen, kommen andere Geräte gänzlich ohne Strom aus. Nicht akzeptabel: Wenn der Standby-Anteil am gesamten Stromverbrauch eines Beamers bei nahezu 42 Prozent liegt. Dieser heimliche Verbrauch gewinnt an Bedeutung, je unzugänglicher der Beamer aufbewahrt wird. So sind an der Decke befestigte Geräte in der Regel nur noch mit einer Fernbedienung anzusteuern. Ausschalten bedeutet dann Standby und sinnlosen Stromverbrauch.

Geringfügig sparsamer

Knapp 20 Prozent weniger: So viel Strom sparen die in 2008 getesteten Beamer gegenüber Geräten aus dem Jahr 2004. Pro Jahr sind das etwa 6 Euro.

Vorgehensweise

Im Vergleich: 12 Beamer, getestet von der Stiftung Warentest im Jahr 2008. Bei allen Geräten errechneten die Tester den Stromverbrauch für ein Jahr. Dabei legten sie ein realistisches Nutzungsszenario zugrunde. Für die Berechnung der Stromkosten flossen ein Preis von 22 Cent je Kilowattstunde und eine durchschnittliche Nutzungszeit von sechs Jahren mit in die Kalkulation ein.

Dreifache Stromkosten

Das Ergebnis: Die Kosten des Energieverbrauchs der Beamer bewegen sich zwischen 101 und 290 Euro. Somit benötigt der sparsamste Projektor knapp zwei Drittel weniger Energie als der energieintensivste. In der Tabelle Beamer ist neben dem Stromverbrauch und den daraus resultierenden Kosten auch das Qualitätsurteil der Stiftung Warentest angegeben. Auffällig: Beamer mit einem geringen Stromverbrauch haben in der Regel ein gutes Qualitätsurteil.

Vollständige Testergebnisse

Spargeräte Beamer Test

Die in diesem Test aufbereiteten Informationen sind Bestandteil der Klimaschutzkampagne des Bundes-
umweltministeriums. Der Schwerpunkt der Kampagne zielt auf den Energieverbrauch der getesteten Produkte. Die kompletten Testergebnisse zur Funktion der Beamer finden Sie im test 05/2008. Informationen zu anderen im Rahmen der Klimaschutzkampagne aufbereiteten Produktkategorien finden Sie auf der
Startseite Spargeräte der Klimaschutzkampagne.

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09.02.2012 . © Stiftung Warentest. Alle Rechte vorbehalten. Twitter Facebook YouTube Stiftung Warentest im Netz: