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Wärmedämmung: Alles dicht

17.05.2010

In vielen Häusern gehen viel Wärme verloren. Übers Dach, dünne Wände, undichte Fenster oder Türen. Je höher die Energiepreise klettern, desto mehr lohnt sich Wärmedämmung. test.de gibt Tipps für einfache und wirkungsvolle Wärmeschutzmaßnahmen sind erstaunlich einfach zu verwirklichen und trotzdem sehr wirkungsvoll.

Energie sparen

Fenster gegen Zugluft abdichten

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1 Profildichtung oder Schaumstoffdichtungsband
2 Innerer Rahmen des Kastenfensters

Wenn draußen kalter Wind weht und hinterm Fenster ein unangenehmer Luftzug zu spüren ist, muss eine neue Dichtung her. Ob und an welchen Stellen Zugluft auftritt, stellen Sie am besten mit einer brennenden Kerze fest. Prüfen Sie auch, ob die Abschlüsse zwischen Fensterrahmen und Wand dicht sind. Die preisgünstigsten Mittel zum Abdichten von Fensterspalten sind Schaumstoffdichtungsbänder. Diese sind für kleine und mittlere Spalten (3 bis 5 Millimeter) im Baumarkt erhältlich. Je nach Beanspruchung halten sie etwa ein bis zwei Jahre, bis sie wieder erneuert werden müssen. So wirds gemacht: Reinigen Sie zuerst die betreffenden Rahmenflächen mit Spiritus von Fett und Schmutz. Verkleben Sie die Bänder so, dass an den Ecken keine Ritzen bleiben. Profildichtungen sind zwar etwas teurer, halten dafür aber auch länger und sind etwas breiter (bis sechs Millimeter). Wenn Sie die Dichtungen gelegentlich mit Grafit einreiben, bleiben sie länger weich. Tipp: Führen Sie die Dichtungsmaßnahmen möglichst vor Beginn der Heizperiode durch. Die Verarbeitungstemperatur von Klebebändern darf nicht unter 5° Celsius liegen.

Bürstendichtung an der Tür

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1 Windfangtür
2 Bürstendichtung

Unter Türen durchziehender Wind ist nicht nur spürbar, sondern oft auch hörbar. Schmalen Spalten zwischen Tür und Rahmen können Sie mit Schaumstoffdichtungsband oder Profildichtung zu Leibe rücken - ähnlich wie bei Fenstern. Oft zieht der Wind aber auch durch die Ritze unter der Tür. Ist der Boden hart und glatt, empfiehlt sich eine federgelagerte Bürstendichtung, die sich Unebenheiten anpasst. Schrauben oder kleben Sie die Schiene mit den Bürsten einfach in der richtigen Höhe auf das Türblatt. Eine elegante Alternative ist eine mit Magneten oder Druckfedern arbeitende Bodendichtung. Hierfür müssen Sie unter der Tür ein Profil mit einem beweglichen Dichtstreifen einlassen. Eventuell reicht es, ein bereits vorhandenes Übergangsprofil damit zu ersetzen. Anschließend kleben Sie den dazu gehörenden Metallstreifen auf die Unterseite der Tür. Bei geschlossener Tür ziehen sich die Streifen gegenseitig an und schließen so dicht ab. Nähere Beschreibungen finden Sie im Ratgeber Renovieren.

Dämmung hinter der Heizung

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1 Hartschaumplatte
2 Aluschicht/-folie
3 Fensterbank

Je dünner die Außenwand hinter dem Heizkörper ist, desto mehr Energie geht dort verloren und desto eher lohnt sich der Wärmeschutz. Baumärkte bieten dünne, flexible Dämmmaterialien, die sich auch hinter Heizkörper schieben lassen - oft mit Aluminiumkaschierung. Wer mehr Platz hat oder den Heizkörper abbauen kann, sollte Hartschaumplatten einsetzen, die möglichst dick sind. Darüber hinaus gibt es auch Gipskartonverbundplatten mit aufgeklebter Hartschaumplatte. Achten Sie aber darauf, dass zwischen Heizkörper und Dämmschicht ausreichend Platz ist, damit die warme Luft ungehindert aufsteigen kann. Auch eventuell vorhandene Zierblenden vor den Heizkörpern beeinträchtigen die Luftzirkulation. Diese sollten Sie entfernen, da sich sonst die warme Luft dahinter staut, Sie heizen praktisch vergeblich. Das Gleiche gilt für Möbel und Vorhänge vor der Heizung. Vorhänge sollten nur bis aufs Fensterbrett reichen.

Nur für geschickte Handwerker

An anderen Bereichen des Hauses wie der Außenwand, der Kellerdecke oder dem Dach sind Dämmstoffe mindestens genauso wichtig und sinnvoll. Hier ist jedoch fachmännisches Können gefragt. Viel bauphysikalisches Know-how, Erfahrung und Sorgfalt sind nötig, um Wärmebrücken zu vermeiden und Problemstellen wie Entlüftungsrohre oder Ecken akurat abzudichten. Überlassen Sie großflächige Dämmungen also Profis, beaufsichtigen Sie aber trotzdem die Arbeiten: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Ein häufiger Fehler ist die Wahl eines relativ dünnen Dämmstoffs. Achten Sie auf möglichst dicke Dammstoffe, um einen optimalen Nutzen zu erzielen.

Komplett + interaktiv: Test Wärmedämmstoffe aus test 10/2005.

Fazit

Durch den verbesserten Wärmeschutz sparen Sie im Laufe der Jahre viel Geld für Heizkosten. Einige Arbeiten sind einfach und ohne viel Werkzeug und Fachwissen durchführbar. Doch geschickt gedämmte Räume sind nicht nur energieeffizient, sondern auch gesund. In schlecht gedämmten Häusern und Wohnungen dagegen stellen Schimmelpilze eine häufige Gefahr für die Gesundheit dar.

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Schimmelpilze

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10.02.2012 . © Stiftung Warentest. Alle Rechte vorbehalten. Twitter Facebook YouTube Stiftung Warentest im Netz: