Wichtige Neuerungen: Rund ums Haus
28.12.2009
Stromzähler: Mehr Kontrolle über den Verbrauch. Mit Beginn des Jahres 2010 müssen Stromversorger ihren Kunden Zähler anbieten, mit denen sie ihren Stromverbrauch zuhause am Computer unmittelbar verfolgen können. Bei Neubauten und grundsanierten Gebäuden sind Energieversorger mit eigenem Stromnetz sogar zum Einbau solcher „Smart Meter“ verpflichtet. Die neuen Zähler kosten Geld. Der Versorger Yello, der bundesweit einen „intelligenten“ Stromzähler anbietet, verlangt zum Beispiel für den Einbau 79 Euro. Hinzu kommt je nach Region eine monatliche Gebühr zwischen 3 und 9 Euro. Diese Kosten holt der Kunde wieder rein, wenn er mit dem Zähler Stromfresser schneller erkennt, sein Verhalten ändert und so leichter Energie spart.
Solaranlagen. Eigentümer von Solarstromanlagen, die ab 2010 in Betrieb gehen, erhalten eine um 9 bis 11 Prozent geringere Stromvergütung als bisher.
mehr Infos zum Thema
Stromverbrauch von Haushalts- und Bürogeräten. Ab 2010 gibt es schrittweise erhöhte Anforderungen an die Energieeffizienz für Waschmaschinen, Trockner, Kühl- und Gefriergeräte, Computer, Staubsauger, Klimaanlagen sowie Lüftungstechnik. test.de nennt Beispiele , bei welchen Geräten die Hersteller ab 2010 die Energieeffizienzvorgaben der EU einhalten müssen:
- Ab dem 7. Januar 2010 darf der Stromverbrauch im Stand-by.Modus von neuen Haushalts- und Bürogeräten je nach Funktionsumfang ein bis zwei Watt nicht überschreiten. Zudem darf der Verbrauch im absoluten Off-Betrieb ein Watt nicht übersteigen.
- Ab 20. August 2010 soll jedes neue Fernsehgerät maximal so viel Strom verbrauchen wie ein zurzeit verkauftes Durchschnittsgerät. Die Vorgaben für einzelne Modelle orientieren sich dabei an der Bildschirmgröße. Sie werden ab April 2012 erneut verschärft. Ab August 2011 muss jeder Fernseher zudem eine automatische Stand-by-Schaltung besitzen.
- Ab Juli 2010 gelten für Kühl- und Gefriergeräte neue Verbrauchsobergrenzen. Geräte der Energieklassen „B“ bis „G“ sollen ab Sommer 2010 vom Markt verschwinden. Bis Juli 2015 werden die Verbrauchsobergrenzen noch zwei weitere Male abgesenkt.
- Ab Juli 2013 darf die A-Klasse nicht mehr in den Handel gebracht werden. Ausgenommen sind Kühl- und Gefriergeräte, deren Verbrauch derzeit mit dem Siegel „A+“ oder „A++“ angegeben ist, sowie in Zukunft auch A+++.
- Die Energieverbrauchswerte von Digitalempfängern werden ab dem 25. Februar 2010 in zwei Stufen auf maximal 5 Watt im Betriebsmodus und 0,5 Watt im Stand-by-Betrieb reduziert. Die zweite Stufe beginnt am 25. Februar 2012. Ausnahme: Set-Top-Boxen mit HD-Funktion. Diese dürfen im Betrieb ab 2010 maximal 8 Watt und ab 2014 maximal 6 Watt verbrauchen. Außerdem müssen sie in Zukunft, wie auch Fernsehgeräte, über eine Abschaltautomatik verfügen.
Lesen Sie auf der nächsten Seite:
Geldanlage, Steuern, Versicherungen
Dieser Artikel ist hilfreich. Nutzer finden das hilfreich.
Schreiben Sie bitte einen Kommentar
Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen.
Jetzt einloggen oder Neu registrieren.
Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice

Kommentare (0)
weitere Kommentare anzeigen