Sie sind hier: Startseite > Tests + Themen > Steuern + Recht > Meldungen

Direktbanken: Was ist eigentlich der Beleihungswert?

finanztest 02/2004

Direktbanken

Wer Aktien auf Pump kaufen will, kann sein Wertpapierdepot beleihen. Dazu muss er den Beleihungswert seines ­Depots kennen. Der sagt aus, wie weit der Kunde sein Konto bei der Depotbank überziehen darf. Die Banken errechnen diesen Wert aus den bereits im Depot ­liegenden Wertpapieren.

Bei Cortal Consors können Anleihen mit 80 Prozent ihres Werts beliehen werden, Aktien mit weniger. Derzeit gibt es dort für Allianz 60 Prozent und SAP 30 Prozent des Werts. Hat ein Anleger für 10 000 Euro Allianz-Aktien im Depot, kann er sein Konto um 6 000 Euro überziehen. Ist das Depot insgesamt besonders riskant, sinkt der Beleihungswert nochmals. Orders über dem Beleihungswert nimmt Cortal Consors nicht an.

Da die Werte sich je nach Börsenlage ­jederzeit ändern können, ist das Risiko solcher Käufe auf Kredit groß. Denn sinkt deswegen der Beleihungswert eines Depots unter die Höhe des erteilten Kredits, muss der Kunde die Differenz ausgleichen. Ist die kleiner als 10 000 Euro, hat er bei Cortal Consors dazu zwei Wochen Zeit, sonst vier Wochen. Zahlt er nicht, werden die Papiere im Depot verkauft.

Zurück zu:
Startseite Meldung

09.09.2010 © Stiftung Warentest. Alle Rechte vorbehalten. nach oben