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Der Fall: Mit Routenplaner-Webseite in die Falle gelockt

Der Fall Meldung
Routenplaner im Internet sind immer kostenlos? Denkste! Irma Naylor aus Aachen soll 59,95 Euro dafür zahlen.

finanztest 06/2007

Auf die lange Autofahrt wollte Irma Naylor vorbereitet sein. So stöberte sie im Internet und fand die Seite www.routenplaner-server.com. Ein kostenloses Angebot – dachte Irma Naylor, gab ihre Personalien ein und meldete sich an.

Kurz darauf das böse Erwachen. Die britische Firma Netcontent mit Zweigstelle in Frankfurt am Main verlangte für ihre „Dienste“ 59,95 Euro.

Als „Director“ ist dort Michael Burat verantwortlich. Burat ist kein Unbekannter. Er ist auch Direktor jener Firma, die die Abzockerseite www.lebenserwartung.de betreibt (siehe Online-Nepp). Wegen fragwürdiger Seiten wie www.grafik-archiv.com oder www.gedichte-server.com geht die Wettbewerbszentrale gegen ihn vor. Burats Trick: Der Kostenhinweis steht unterhalb der Anmeldefläche und ist nur zu erkennen, wenn die Internetseite ganz nach unten gescrollt wird. Genau das machen aber viele nicht, weil es für die Anmeldung nicht nötig ist.

Weil nicht deutlich genug auf den Preis hingewiesen wird, hat Irma Naylor keinen kostenpflichtigen Vertrag geschlossen. Sie hat intuitiv das Richtige getan und nicht gezahlt.

Tipp: Unter www.vz-berlin.de finden Sie einen Musterbrief. Verweisen Sie in Ihrem Schreiben auch auf die kundenfreundliche Entscheidung des Amtsgerichts München (Az. 161 C 23695/06).

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09.02.2012 . © Stiftung Warentest. Alle Rechte vorbehalten. Twitter Facebook YouTube Stiftung Warentest im Netz: